7 praktische Tipps für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

7 praktische Tipps für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

Kaum hast du die Ergebnisse des Zuckertests schwarz auf weiß, sitzt du auch schon beim Ernährungsberater und stellst die alles entscheidende Frage: “Was darf ich denn jetzt noch essen?” Du wünschst dir einen Ernährungsplan mit dem du weißt, was bei Schwangerschaftsdiabetes auf den Tisch darf.

Eine ordentliche Ernährungsberatung findet zunächst ganz viel über dein Essverhalten heraus, gibt dir viele Alltagstipps und versorgt dich mit einer Übersicht zu Lebensmitteln, auf die du jetzt zurückgreifen kannst. Leider unterscheiden sich hier Theorie und Praxis, denn nicht jede Ernährungsberatung läuft so ab. Oftmals bekommst du einen Standardplan, mit dem du nun zuhause in die Röhre schaust oder du mußt lange auf den ersten Termin wartet und stehst in den ersten Tagen alleine da.

In diesem Artikel möchten wir dir ein wenig praxisnahes Grundwissen zum Thema Ernährung mit Schwangerschaftsdiabetes, wichtige Ernährungsregeln sowie Tipps zum Ernährungsplan an die Hand geben.

 

Ernährungsberatung

Eine Ernährungsberatung bei einem Diabetologen oder Diabetesberater ist ein notwendiger Schritt nach einem positiven Zuckertest. Diese sollte unbedingt auf die aktuellen Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben der Patientin ausgerichtet sein. Ziel ist es, dass die Patientin genaue Informationen erhält, wie sie sich ab sofort ernähren soll. 

Wie die Diabetologie online verrät, ist zusätzlich zu den regelmäßigen Blutzuckermessungen ein Ernährungsprotokoll sinnvoll. Hieran kann der Experte erkennen, wie sich die Werte verhalten und wo er gegebenenfalls Anpassungen im Ernährungsplan vornehmen muss. Es ist nämlich sehr häufig so, dass sich Werte bei denselben Lebensmitteln im Laufe der Zeit anders entwickeln und du plötzlich Varianten nicht mehr oder wieder besser verträgst. Bei Anne waren das beispielsweise die Haferflocken: Anfangs konnte sie problemlos Porridge zum Frühstück essen, später musste sie Haferflocken weglassen. 

Es ist also wichtig, dass du deine Werte ernst nimmst und sie regelmäßig deinem Arzt vorlegst. Er entscheidet, wann ein weiterer Termin für eine Ernährungsberatung sinnvoll ist.

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Ernährungsregeln

Schwangerschaftsdiabetes ist so individuell und von Frau zu Frau verschieden, wie es nur sein kann. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die für die Mehrheit sehr gut funktionieren und dir den Einstieg erleichtern können. So hast du direkt ein paar Anhaltspunkte und kannst diese an deine Situation anpassen. 

Grundlegend ist es wichtig, nicht vollständig auf Kohlenhydrate zu verzichten. Dein Körper benötigt sie besonders in der Schwangerschaft, um ausreichend Energie bereitzustellen. Stattdessen fahren viele Betroffene gut mit den Vollkornvarianten. Verträgst du Vollkorn-Weizen nicht so gut, kannst du auch andere Getreidesorten testen. Und mittlerweile schmecken Vollkornnudeln auch nicht mehr so staubig, wie man sie vielleicht in Erinnerung hat 🙂

Ausreichend Gemüse ist nicht nur für alle Menschen gesund, es hilft bei Schwangerschaftsdiabetes außerdem, den Blutzucker stabil zu halten. Versuche, zu Mittag- und Abendessen immer eine große Portion Gemüse zu integrieren und halte Gemüsesticks zum Knabbern im Kühlschrank bereit. Natürlich ist auch Obst grundsätzlich in Ordnung. Allerdings solltest du hier vorsichtig testen und auf Sorten mit viel Fruchtzucker oder Trockenobst verzichten. 

Milchprodukte sind grundsätzlich nicht verkehrt und verlangsamen ebenso den Anstieg des Blutzuckers. So kann ein Quark oder Joghurt mit Beeren ein toller Nachtisch sein und war für Anne oft die Rettung in ihrer Schwangerschaft. Achte aber hierbei auf den Milchzucker, denn dieser ist nicht zu unterschätzen.  

Klassischen Zucker solltest du natürlich meiden. Das heißt, konventionelle Süßigkeiten etc. sind grundsätzlich tabu. Mittlerweile gibt es aber so viele Alternativen mit Süßungsmitteln, die in Maßen bei den meisten funktionieren. Auch Zartbitterschokolade oder Chips aus Kichererbsen können Alternativen sein. Wer gerne Limo etc. trinkt, kann es mit abgekühlten Früchtetees versuchen. So hast du Geschmack, ohne deinen Blutzucker zu ärgern.

Eine Übersicht zu den DO’s und DON’Ts bei Schwangerschaftsdiabetes findest du übrigens hier.

Dein individueller Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

Die schlechte Nachricht vorneweg: Einen Plan für Schwangerschaftsdiabetes mit Angaben wie “121g Dinkelbrot mit 3g Butter und 43g Käse”, der für alle gilt, gibt es nicht. Diesen Zahn müssen wir dir leider ziehen. Deshalb wirst du so etwas bei uns auch nicht finden, denn jeder Fall von Schwangerschaftsdiabetes ist individuell. Wie bereits erwähnt, können sich die Verträglichkeiten sogar bei derselben Frau während der Schwangerschaft ändern. 

Einen wirklich auf dich abgestimmten Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes bekommst du nur von einem spezialisierten Diabetologen bzw. Diabetesberater. Dieser dient dir zunächst als Einstieg, kann sich aber im Laufe der Schwangerschaft verändern. Wie oben beschrieben, ist es sinnvoll, ein Ernährungstagebuch zu führen. Dies kannst du auch mithilfe einer App machen, falls dir das leichter fällt. So kannst du in Absprache mit deinem Arzt immer wieder Lebensmittel in deinen Plan aufnehmen der streichen, behältst aber einen festen Plan bei. 

Ein paar allgemeine Tipps, die du für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes beachten solltest, haben wir hier zusammengestellt:

 

1. Verzichte auf Weißmehl und Zucker  

Mittlerweile gibt es tolle Alternativen in Form von Vollkornbrot, -nudeln oder -reis. Aber auch Brote ohne Mehl gibt es bei ausgewählten Bäckern zu kaufen. Auch auf süße Desserts musst du nicht unbedingt verzichten, denn süßen kannst du mit einem Süßmittel deiner Wahl. Es gibt auch einige Sorten Marmelade, die für Diabetiker geeignet sind und sogar zuckerfreie Schokolade, die man z.B. für schokolierte Erdbeeren nutzen kann.

2. Frühstück

Ersetze das typische Brötchen morgens durch eine Vollkornvariante, Knäckebrot oder was du sonst gut verträgst – Oopsies sind beispielsweise eine getreidefreie Alternative. Haferflocken funktionieren oft sehr gut, aber auch hierzu gibt es Alternativen. 

Als süßen Aufstrich kannst entweder spezielle Marmelade für Diabetiker nutzen oder du probierst Nussmus. Hier gibt es  mittlerweile ganz tolle Sorten, die ganz ohne Zucker auskommen. Eine Alternative zu den süßen Varianten ist natürlich ein herzhafter Brotbelag. 

3. Mahlzeitenfrequenz

Plane lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große. Dein Blutzucker bleibt stabiler, wenn du ihn regelmäßig mit einer moderaten Anzahl an Nährstoffen versorgst, anstatt nur hin und wieder mit einer ganzen Wagenladung.

4. Snacks

Überlege dir Snacks für zwischendurch und bereite diese schon vor – so bist du gerüstet, wenn der kleine Hunger kommt. Das kann ein Beerenquark sein, Gemüsesticks oder was du sonst gerne isst und verträgst. 

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5. Kohlenhydrate am Abend

Verteile die Mehrheit der Kohlenhydrate auf abends – so wird dein Körper über Nacht konstant mit Energie versorgt und du kannst zu hohe Werte am Morgen verhindern.

6. Gemüse

Versuche, zu jeder Hauptmahlzeit eine Portion Gemüse zu essen -das sättigt und tut dem Blutzuckerspiegel gut, weil er durch die Ballaststoffe viel zu tun hat, die Zuckermoleküle aufzuspalten. 

7. Vorbereitung

Um dir den Alltag etwas zu erleichtern, eignet sich parallel zum eigentlichen Ernährungsplan, grade bei Schwangerschaftsdiabetes, eine Rezeptesammlung. Notiere, was dir gut geschmeckt hat und du gut vertragen hast. Gehen dir bei der Planung mal die Ideen aus, kannst du immer wieder dort spicken!
Plane deine Woche vor. So stehst du nicht plötzlich hungrig vorm Kühlschrank (Achtung: Heißhunger), sondern weißt, was du kochen willst und kannst rechtzeitig loslegen.

Wie du siehst, gibt es zwar ein paar allgemeingültige Regeln, jedoch ist ein individueller Plan immer nur für dich gültig. Versuche deshalb, möglichst viel zu erfragen, um alle Unklarheiten zum Plan des Diabetologen zu beseitigen. Denn genau dafür ist er da!

*Dies ist keine allgemeingültige Aussage und stellt keine ärztliche Prognose oder Aussage dar wie auch alle anderen Inhalte. Bitte sprich bei allen Themen unbedingt mit deinem Arzt. Wir geben lediglich Tipps und Erfahrungswerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Frühling ist Obstzeit! Aber weisst du, wieviel Zucker wirklich in Früchten steckt?

Frühling ist Obstzeit! Aber weisst du, wieviel Zucker wirklich in Früchten steckt?

Endlich ist er da – der Frühling! Es war lange dunkel, kalt und trist. Da kommen die wärmende Sonne und die langen Tage gerade richtig! Und sobald die Sonne da ist, hat man automatisch weniger Lust auf Schweinebraten und Co.! Endlich wieder knackige Salate, selbst gezüchtete Tomaten und ganz viel Obst. Doch es steht leider viel Zucker in Früchten. Welches Obst ist also bei Schwangerschaftsdiabetes überhaupt geeignet? Mehr dazu erfährst du in diesem Blogartikel –  außerdem haben wir noch 2 leckere Rezepte für dich!

Wie viel Zucker steckt denn nun in Früchten?

Wie wir wissen, sollen wir bei Schwangerschaftsdiabetes möglichst die Kohlenhydrate reduzieren. Schnell greift man zu Obst, weil man denkt, es sei gesund. Ist es ja auch, allerdings steckt wirklich viel Zucker in Früchten (sog. Fructose) und ja, das sind leider auch Kohlenhydrate. Wenn du noch ganz am Anfang stehst und wissen möchtest, worauf du bei deiner Ernährung jetzt besonders achten solltest, dann empfehlen wir diesen Artikel mit den Grundlagen zur Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes.

Die Zuckerbomben unter den Früchten

Eine Sache vorneweg: Wenn du zu Obst greifst, bevorzuge immer frische Früchte. Getrocknete Aprikosen, Datteln etc. enthalten wesentlich weniger Wasser und liefern ihren Zucker somit in konzentrierter Form. Das lässt den Blutzucker natürlich schneller ansteigen. Absoluter Spitzenreiter unter den frischen Zuckerlieferanten sind Datteln und Bananen. Kakis, Trauben, Mango, Granatapfel oder auch Litschis sind ebenfalls ganz vorne mit dabei. Auch heimisches Obst wie Äpfel oder Birnen enthalten eine ganze Menge Zucker. Wie mit vielen anderen Dingen gilt aber auch hier: die Menge ist oft entscheidend und jeder Körper reagiert anders.

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Die ‘schlanken’ Sorten – Früchte mit weniger Zucker

Neben den Zuckerbomben gibt es natürlich auch jede Menge Obstsorten, die verhältnismäßig wenig Zucker enthalten. Absoluter Spitzenreiter sind die Limette und die Zitrone! Na toll, wirst du jetzt vermutlich denken. Aber wie lecker ist im Sommer bitte frisches Zitruswasser mit Minze?

Dicht gefolgt kommen dann unsere Lieblinge: die Beeren. Neben ihrem geringen Kaloriengehalt bringen sie noch viele weiter wertvolle Inhaltsstoffe mit sich und eignen sich super als Snack oder Dessert. Besonders die Heidelbeere wird von den meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sehr gut vertragen.

Was wäre der Sommer ohne Wassermelone? Auch sie enthält wenig Zucker und dient nicht nur als Erfrischung zwischendurch, sondern hebt auch das Grillbuffet aus nächste Level – das Rezept dazu findest du weiter unten. Daneben haben auch Grapefruits und Aprikosen weniger Zucker. Eine Übersicht dazu findest du auch hier. Es gibt also jede Menge Früchte, die zur Auswahl stehen! Und außerdem gibt es da noch einen kleinen Trick…

Trick 17 – Eiweiß

Wenn du ein paar Beeren als Snack zwischendurch essen möchtest, ist das in der Regel kein Problem. Möchtest du aber ein kleines Frühstück oder einen größeren Snack für den Hunger zwischendurch daraus zaubern, kombinierst du das Obst am besten mit Quark oder Joghurt. So steigt dein Blutzucker wesentlich langsamer. Auch Nüsse in Kombination haben diesen Effekt. Außerdem sättigt der Snack dann wesentlich besser! Super praktisch, oder?

joghurt mit obst

Saft ist gesund – oder nicht?

Saft ist ja quasi Obst, oder? Das ist prinzipiell richtig, aber leider wird diesem allzu oft Zucker beigemischt, was ihn zu einer echten Kalorien- und Zuckerbombe macht. Aber auch reiner Direktsaft ist Obst in konzentrierter Form und enthält somit viel Zucker. 

Aus diesem Grund sollten nicht nur Kinder immer Schorlen trinken, sondern auch Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. Dabei sollte die Schorle möglichst dünn gemischt sein.

Unser Tipp: Kalter Früchtetee ohne Zucker! Er schmeckt lecker und du kannst Unmengen davon trinken!

Der Sommer kann kommen!

Schwangerschaftsdiabetes bedeutet also nicht, dass du kein Obst mehr essen darfst – ganz im Gegenteil! Beeren können sehr gut als Ersatz für Süßigkeiten genutzt werden und auch auf das heißgeliebte Dessert musst du nicht verzichten. Mehr zum Thema Snacken bei Schwangerschaftsdiabetes findest du in diesem Beitrag. Und vielleicht lernst du so ein paar neue Rezepte kennen – wie beispielsweise unsere Erdbeer-Salsa oder den Wassermelonen-Salat:

Gegrillter Spargel mit Erdbeer-Salsa

Passt toll zu Steak, Lammkoteletts oder auch Lachs! Aber auch ein Ofen-Feta oder Ziegenkäse passen toll dazu!

Für 2 Pers.:

  • 500g grüner Spargel
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 300g Erdbeeren
  • frische Minze
  • 3 EL Limettensaft
  • ein paar Pinienkerne

Den Spargel am unteren Ende schälen, mit 2 EL Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Entweder auf dem Grill oder in einer Grillpfanne braten.

Die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit dem Limettensaft marinieren. Die Kerne rösten. Dann die Minze grob schneiden, die Salsa mit Salz, Pfeffer und Öl abschmecken und auf dem warmen Spargel verteilen! Hmmmm… lecker!

Zucker in Fruechten_Erdbeer Salsa
Zucker in Fruechten - Wassermelone

Wassermelonen-Salat

Die ideale Beilage zum Grillen!

Für 2 Pers.:

  • 800g Wassermelone
  • 200g Feta (pasteurisiert)
  • frische Minze
  • Saft von 1 Limette
  • 2 EL Balsamico
  • 2 handvoll Nüsse oder Pinienkerne
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Olivenöl

Die Melone und den Feta in Stücke schneiden. Die Minze abzupfen und grob schneiden. Die Kerne ohne Öl in einer Pfanne rösten. 

Den Limettensaft mit Balsamico, Salz, Pfeffer und Öl mischen und alles zusammen in einer Schüssel vermengen.
Danch einfach schmecken lassen
 

Fazit

Ganz auf Obst verzichten musst du keineswegs, achte nur darauf, dass du nicht zu den Zuckerbomben greifst. Eine handvoll Beeren als Snack sind super und gerade jetzt, wenn die warme Jahreszeit kommt auch frisch und saisonal.

Die beiden Rezepte haben wir selbst ausprobiert und fanden sie super lecker, daher wollten wir sie unbedingt mit euch teilen. Gerade die Erdbeer-Salsa war ein Traum…

Auch bei Obst gilt wieder: jeder Körper reagiert anders. Probiere einfach mal aus, was du gut verträgst. Vielleicht ist ja doch hin und wieder etwas Abwechslung in Sachen Obst drin. Unsere Beiträge sind keine Beratung. Bist du dir unsicher, dann sprich unbedingt mit deinem Arzt oder Ernährungsberater.

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6 Wege wie du bei Schwangerschaftsdiabetes Zucker ersetzen kannst

6 Wege wie du bei Schwangerschaftsdiabetes Zucker ersetzen kannst

Um auf Weizen zu verzichten gibt es mittlerweile Vollkornnudeln, Linsennudeln und viele weitere Möglichkeiten. Doch wie kannst du Zucker ersetzen, wenn die süßen Gelüste kommen und du so gerne trotz Schwangerschaftsdiabetes mal in die Nasch-Schublade greifen willst? Gerade Haushaltszucker, Stärke und Weizenmehl, worauf du jetzt ja eigentlich verzichten willst, machen es sich in Gummibärchen, Keksen und Schokolade gemütlich. Aber Hände weg, denn das würde eine Berg- und Talfahrt für deinen Blutzuckerspiegel bedeuten. Und nun? Ersetzen scheint gerade bei Zucker gar nicht so einfach. 

Besonders am Anfang war es für dich vielleicht schwierig, deine Ernährung umzustellen. Man verbannt erst einmal alles, was irgendwie schlecht sein könnte für den Blutzucker. Und dann steht man vor einem leeren Vorratsschrank und fragt sich, was man denn nun die nächsten Monate essen soll. Aber keine Angst, es gibt nicht nur für die herzhaften bösen Kohlenhydrate, sondern auch für die Süßen echte Alternativen!* In diesem Blogartikel stellen wir dir 6 alternative Süßungsmittel vor, mit denen du Zucker bei Schwangerschaftsdiabetes ersetzen kannst. 

Der Unterschied zwischen Süßungsmitteln, Zuckeraustauschstoffen und Süßstoffen 

Wir alle kennen den normalen weißen Haushaltszucker, der wohl am weitesten verbreitet ist. Nahezu in jedem Haushalt ist er zu finden. Außerdem kennen die meisten noch Kandis, Rohrzucker, Rohrohrzucker oder auch braunen Zucker. Daneben gibt es drei alternative Gruppen von Süßungsmitteln, auf die man zurückgreifen kann, wenn man Zucker ersetzen will. 

Natürliche Süßungsmittel

Grundsätzlich kann man sich merken, dass natürliche Zuckerarten immer auf -ose enden. So gibt es zum Beispiel:

  • Laktose = Milchzucker
  • Fructose = Fruchtzucker
  • Maltose = Malzzucker

Diese sind allerdings keine echten Süßungsmittel oder Zuckeralternative, sondern sie sind bereits in Lebensmitteln enthalten, eben z.B. in Milch, Obst, Malz oder auch in Fertigprodukten – darauf kannst du also bei Einkauf achten und hier schon gut Zucker vermeiden.

Ein natürliches Süßungsmittel ist Sirup. Da gibt es neben dem bekannteren Zuckerrübensirup auch Dattel- Reis- und Agavensirup. Doch gerade Fruchtsirup eignet sich bei Schwangerschaftsdiabetes weniger gut, weil der Blutzucker dadurch stark beeinflusst wird.

Auch Stevia gehört zu den natürlichen Süßungsmitteln. Es wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen. Mehr dazu findest du weiter unten in diesem Beitrag 

 

Zuckeraustauschstoffe

Die zweite Alternative sind Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Xylit. Das sind Zuckeralkohole aus natürlichen Zutaten, die chemisch oder durch Enzyme verändert werden. 

Hier kannst du dir merken, dass sie meist auf -it enden:

  • Xylit (E 967)
  • Sorbit (E 420)
  • Erythrit (E 968)

Xylit wird beispielsweise aus dem Zucker von Holz, traditionell dem der Birke, gewonnen und die Basis von Sorbit ist Traubenzucker. Sie enthalten wesentlich weniger Energie als Zucker und beeinflussen in kleineren Mengen kaum deinen Blutzucker. In größeren Mengen können sie allerdings abführend wirken.

             

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Süßstoffe

Die dritte Alternative zu Zucker bilden die Süßstoffe wie beispielsweise

  • Saccharin (E 954)
  • Sucralose (E 955)
  • Aspartam (E 951)
  • Cyclamat (E 952)

Es klingt alles sehr chemisch, aber diese können z.T. ebenfalls aus einer natürlichen Quelle gewonnen werden. So gibt es zum Beispiel auch Süßstoffe, die auf Stevia basieren (um uns alle noch mehr zu verwirren).

Man braucht mengenmäßig deutlich weniger, da sie eine viel höhere Süßkraft als gewöhnlicher Zucker haben. Sie sind so gut wie kalorienfrei und finden sich daher in vielen Light-Produkten. Süßstoffe werden nicht verstoffwechselt sondern fast unberührt wieder ausgeschieden, daher wirken sie sich nicht auf den Blutzucker- und Insulinspiegel aus. Ihnen wird allerdings nachgesagt, dass sie appetitanregend wirken können – einen Haken gibt es wohl immer…                            

Zucker ersetzen Schwangerschaftsdiabetes

Alternative Süßungsmittel mit denen du Zucker ersetzen kannst

Die wichtigsten Vertreter der Zuckeraustauschstoffe und Süßungsmittel stellen wir dir hier vor. Wenn du vor allem wissen möchtest, welche Alternativen du beim Backen hast, können wir dir diesen Artikel empfehlen. Aber nun legen wir los:

Erythrit

Dieser aus Stärke hergestellte Zuckeraustauschstoff sieht Zucker zum Verwechseln ähnlich, schmeckt süßlich, ist aber sonst neutral im Geschmack. Industriell wird es aus Mais gewonnen, natürlich kommt es in Käse und manchem Obst vor (z.B. Birnen, Melonen, Weintrauben).
Erythrit ist etwas weniger süß als Zucker und eignet sich von der Konsistenz her sogar zum Backen.

Da es im Körper nicht verstoffwechselt wird, ist es praktisch kalorienfrei und eignet sich somit für jede Diät. Auch bei Schwangerschaftsdiabetes ist es ein beliebter Zuckerersatz, da es wenig Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Die Gefahr, dass es zu Durchfall und Blähungen führt, wie es oft bei alternativen Süßungsmitteln der Fall ist, ist hier sehr gering. Somit ist Erythrit definitiv eine gute Wahl, Zucker bei Schwangerschaftsdiabetes zu ersetzen. 

 

Xylit

Aus Holzzucker gewonnen gehört auch Xylit zu den Zuckeralkoholen. Traditionell wird er aus der Birkenrinde gewonnen, mittlerweile kann er aber auch aus Mais hergestellt werden. Er hat zwar weniger Kalorien als Zucker, allerdings auch weniger Süßkraft. Eine Besonderheit bringt er mit sich: er wirkt gegen Karies und wir daher oft in Zahnpflegekaugummis eingesetzt. 

 

Maltit

Die Basis von Maltit ist Maltose aus Stärke und ist fast so süß wie Zucker bei ungefähr der Hälfte an Kalorien. Er hat nur eine geringe Auswirkung auf den Blutzucker, kann allerdings in höheren Mengen abführend wirken. Also ist hier weniger mehr!

 

Tagatose

Tagatose kommt in Milchprodukten vor und wirkt sich nur sehr gering auf den Blutzucker aus. Auch sie kann gut zum Backen verwendet werden und hat ungefähr die doppelte Süßkraft von Haushaltszucker. 

Stevia

Dieser Süßstoff wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen und beeinflusst deinen Blutzuckerspiegel nicht. Stevia hat einen sehr eigenen Geschmack, besonders bei hoher Dosierung und kann appetitanregend wirken. Der Extrakt wird künstlich hergestellt und es gibt ihn in flüssiger, fester oder Pulverform. Stevia kannst du sogar selbst anpflanzen und die getrockneten Blätter zum Süßen verwenden. Besser geht’s doch nicht, oder?

stevia Schwangerschaftsdiabetes

Saccharin

Dieser Süßstoff wird industriell hergestellt und besitzt die höchste Süßkraft. Er eignet sich zum Backen und ist ebenso praktisch kalorienfrei. 

Weniger ist mehr

Diesen Satz kennen wir alle – und oft ist auch etwas dran. Bei Süßigkeiten und Süßungsmitteln gilt das in jedem Fall. Grundsätzlich solltest du Süßes nur ab und zu konsumieren, um eine ausgewogene und gesunde Ernährung für dich und dein Kind sicherzustellen. Am besten, du hast gar keinen süßen Vorrat zuhause. Sieh die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes doch als Chance, deine Ernährung generell umzustellen. 

Frische Beeren, ein kalter Früchtetee oder auch eine handvoll Nüsse stellen eine tolle Alternative für die süßen Gelüste bei Schwangerschaftsdiabetes dar. Ein Quark mit frischen Erdbeeren beispielsweise braucht gar keinen Zucker, um lecker zu schmecken! Und mit dem Quark zusammen sättigt dieser Snack wunderbar. Mittlerweile gibt es sogar Zartbitterschokolade ohne Zucker, die du für schokolierte Früchte nutzen kannst. Anfangs mag es eine Umgewöhnung sein, doch du tust euch damit langfristig wirklich etwas Gutes. Manchmal braucht es einfach ein wenig Kreativität, um auf neue Ideen zu kommen! Hab keine Angst, mal was ganz anderes auszuprobieren. Und mal ehrlich: ist es nicht eigentlich nur eine Frage der Gewöhnung? Nach einer Woche Verzicht auf Zucker fehlt er einem doch kaum mehr und man kann die Ausnahmen viel mehr geniessen – wie lange ein Stück Schokolade im Mund zergeht…hmmmm…

Nicht vergessen: ab und zu ist es auch bei Schwangerschaftsdiabetes völlig in Ordnung, einen Kuchen zu backen oder etwas zu naschen! Dafür gibt es einige alternative Süßungsmittel, die du nutzen kannst und die gerade bei Gebäck keinen geschmacklichen Unterschied machen! Und wenn alles nichts hilft, haben wir doch immer noch unsere Geheimwaffe: die Bewegung. Ein ausgedehnter Spaziergang hilft, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren.

Unser Kochbuch ist in Arbeit. Lass dich hier auf die Warteliste setzen und erhalte als Dankeschön die kostenfreie Checkliste mit den DOs & DON’Ts bei Schwangerschaftsdiabetes. So siehst du auf einen Blick, welche Lebensmittel du ab jetzt besser vermeidest.

 

 

*Dieser Artikel stellt keinesfalls eine ärztliche Beratung dar oder enthält konkrete Handlungsaufforderungen. Er gibt lediglich eine Überblick über vorhandene Süßmittel. Welche davon für dich geeignet sind, besprichst du am besten mit deinem Arzt. 

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welchen Zuckererstz bei Schwangerschaftsdiabetes?

Es eignen sich verschiedene Alternativen als Zuckerersatz. Pflanzliche Varianten wie Stevia oder Erythrit sind am gängigsten. Im o.s. Blogartikel findest du verschiedene Alternativen.

Welche Süßigkeiten kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen?

Mal ein Stück Zartbitterschokolade – wenn du das verträgst – oder zuckerfreie Schokolade. Quark mit frischen Beeren oder ein selbstgebackenes Stück Kuchen (nicht jeder Kuchen, aber solcher, der bei Schwangerschaftsdiabetes ok ist, z.B. Käsekuchen) funktionieren super als Süßigkeit.

Noch besser ist es, wenn du kleine Snacks einstecken hast, z.B. auch Nüsse, damit gar nicht erst Heißhunger oder zu viel Verlangen nach Süßem aufkommt.

 

Welches Obst kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen? Das hat doch auch Zucker...?

Beeren haben den geringsten Fruchtzuckeranteil. Diese eigenen sich also am besten zum Naschen oder Backen.

Hier ein paar Rezeptideen.

Und hier Infos zum Fruchtzucker in Obst.

Welcher Kuchen eignet sich bei Schwangerschaftsdiabetes?

Am besten wählst du einen Kuchen mit wenig Teig und mehr Creme, z.B. Käsekuchen und hier möglichst eine Variante ohne Boden und mit einer Zuckeralternative.
Im Teig steckt oft Weizenmehl und jede Menge Zucker = böse Kohlenhydrae 🙂

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Meine Erfahrungen mit Gestationsdiabetes

Meine Erfahrungen mit Gestationsdiabetes

Die Schwangerschaft mit meinem Sohn verlief total entspannt und ich habe sie in vollen Zügen genossen! Als bei einer Routineuntersuchung der Verdacht einer Schwangerschaftsdiabetes aufkam, hat mich das zunächst überhaupt nicht aus dem Konzept gebracht. Schließlich war ich kerngesund, schlank und hatte auch sonst keine Probleme. Da wird schon nichts sein – dachte ich – 6, setzen! Das war wohl nichts!

Meine Erfahrung mit Schwangerschaftsdiabetes

Das Ergebnis des ersten Tests lag recht weit über dem Grenzwert. Na toll! Ich hatte weder Lust, mich mit dem Thema zu beschäftigen noch mich mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen. Immerhin konnte ich schon immer essen, was ich wollte. Halbherzig habe ich ein paar Anpassungen vorgenommen und gehofft, mit Wasser trinken, mehr Grünzeug auf dem Speiseplan und dem Verzicht auf Süßkram ist die Sache erledigt. So hatte ich mir das vorgestellt. Ja. Denkste.

Zwei Wochen später war ich zum großen Zuckertest in der Frauenarztpraxis. Dabei wird – wie beim kleinen Zuckertest – wieder ein Zuckercocktail verabreicht und dann der Zuckerwert gleich dreimal getestet: nüchtern, eine Stunde nach dem Cocktail und nochmal 2 Stunden später. Die ersten beiden Werte waren in Ordnung (Yeah!), der dritte Wert lag jedoch minimal über der Grenze. Aufgrund des ersten Tests wollte man kein Auge zudrücken und kein Risiko eingehen – es geht ja schließlich auch um das Baby. Und da stand ich nun – mit der Überweisung ins Diabeteszentrum.

 

Auf zur Ernährungsberatung: Käsekuchen statt Streuselschnecke!

Die Diabetesberatung im Krankenhaus startete zu meinem Unmut mit der endgültigen Diagnose Schwangerschaftsdiabetes. Nun ging es an die Ernährungsberatung. Alles in Allem war das sehr hilfreich und hat mir einen guten Überblick verschafft, worauf zu achten ist und wie meine Ernährung ab sofort aussieht. Kohlenhydrate sollte ich reduzieren und die bösen Carbs durch Gute ersetzen. Beeren sind ok, da sie den geringsten Zuckerwert der Früchte haben (zum Glück gab es im Sommer viele leckere frische Beeren!). Mal eine Kugel Eis ist zum Glück auch ok und Reis oder Nudeln kann man durch die Vollkornversionen ersetzen. Vollkornnudeln sind etwas bissfester als Herkömmliche, vom Geschmack her aber sehr ähnlich und für mich absolut machbar. Dasselbe gilt für Brot. Weizenbrötchen waren ab sofort tabu, aber auch hier durfte ich in Maßen auf Vollkorn zurückgreifen. Dabei habe ich entdeckt, dass Vollkornknäckebrot weniger gehaltvoll ist als eine Scheibe Vollkornbrot – das fand ich richtig gut, denn somit kann man gefühlt ordentlich zulangen, ohne die Zuckerwerte zu sehr in die Höhe zu treiben.

Selbst auf Kuchen musste ich nicht ganz verzichten, sollte aber lieber zu den ‘weniger Teigigen’ greifen. Also gab es Käsekuchen statt Streuselschnecke. Und glaube mir: es gab viel Käsekuchen während meiner Schwangerschaft (immer wieder sonntags…)!

Und als kleiner Bonus: Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel. Also darf man an Tagen, an denen Sport auf dem Programm steht oder vor einem langen Spaziergang auch mal sündigen.

Mehr zum Thema richtige Ernährung mit Schwangerschaftsdiabetes.

 

Mein Messritual

Ab sofort sollte ich nun morgens nüchtern und dann nach jeder Mahlzeit den Blutzuckerwert messen. Das war eigentlich ganz einfach: in den Finger piksen, das Lesegerät ranhalten und den Wert ablesen. Nach ein paar Tagen fand ich es, ehrlich gesagt, richtig spannend zu sehen, wie mein Körper auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert. Ich war jedes Mal total stolz, wenn ich unter den Grenzwerten blieb.

Nach zwei Wochen hatte ich den nächsten Termin im Diabeteszentrum. Ich lag nur bei zwei Mahlzeiten enorm über den Werten – da hatte ich doch tatsächlich die Semmelbrösel in den Hackbällchen nicht ernst genommen! Ich musste also kein Insulin spritzen, sondern nur weiterhin auf meine Ernährung achten. Die Messung des Blutzuckers musste ich nur noch jeden dritten Tag durchführen – später sogar nur noch einmal pro Woche oder nach Bedarf (man möchte manchmal wirklich einfach aus Interesse wissen, wie der Körper wohl auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert).

Damit konnte ich leben, musste also nur die Werte im Auge behalten und hier und da ggf. den Speiseplan etwas anpassen. Spannend war zum Beispiel, dass ich am Anfang meine morgendlichen Haferflocken ganz gut vertragen habe und der Zuckerwert nicht sofort in die Höhe geschossen ist. Später hat mein Körper anders darauf reagiert und mein Zuckerwert lag jedes Mal über der Grenze. Das hieß für mich wohl oder übel, mein Frühstück umzustellen.

Eine weitere Herausforderung bei der Ernährungsumstellung war, Kohlenhydrate herunterzufahren, aber dennoch weiter in ausreichender Menge zu sich nehmen, um dem Kind nicht zu schaden. Man sollte nicht in Ketose – also in den Fettstoffwechsel – gehen, da die Auswirkungen einer Ketose auf das Ungeborene nicht ausreichend geklärt sind. Das Geheimnis liegt somit in den ‚guten‘ bzw. ‚schlechten‘ Kohlenhydraten, also Vollkorn- und Weißmehl. Dieses Wissen wollen wir dir in unserem Rezeptbuch vermitteln und es dir einfacher machen, richtige Mahlzeiten zu zaubern.

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Meine Erfahrung: es gibt immer Überraschungen

Alles in Allem war es zwar neu für mich, auf die Ernährung achten zu müssen, jedoch war es wirklich machbar. Rein psychologisch habe ich beobachtet, wie man sich plötzlich nach Dingen sehnt, die man nicht essen darf. Bei mir war das Süßes, Prinzen Rolle, Bier (alkoholfrei natürlich), Snickers (!) und Cola. Du kannst dir vorstellen, wie meine Krankenhaustasche aussah – wie ein Süßwarenladen! Witzigerweise hatte ich überhaupt kein Verlangen mehr danach, als das Baby da war. Aber keine Angst, ich habe nach und nach trotzdem alles weggefuttert.

Eine Gefahr bei Schwangerschaftsdiabetes ist ja eigentlich, dass das Baby zu groß werden kann. Guess what – mein Sohn wog nur 2750g! In den letzten Schwangerschaftswochen standen wir unter ständiger Kontrolle, da man eine Unterversorgung vermutete und das Kind für die Statistik zu klein und zu leicht war. War mein Körper vielleicht absichtlich in den Diabetesmodus gegangen? Wäre der Kleine vielleicht ohne Ernährungsumstellung durchschnittlich groß geworden und hat die Natur vielleicht alles korrekt eingefädelt? Diese Fragen stelle ich mir hin und wieder, bin aber andererseits auch dankbar für diese Reise und die vielen Dinge, die ich dabei gelernt habe. Ich erkenne nun fast auf einen Blick, ob gute oder böse Carbs in meinem Essen stecken und könnte immer mal wieder auf ‚low carb‘ umstellen, wenn ich müsste.

Der Kleine ist übrigens putzmunter, kerngesund und entwickelt sich prächtig – er wird immer schwerer und wächst uns bestimmt bald über den Kopf.

Solltest auch du die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes erhalten, sieh es als Chance! Du lernst sehr viel über deinen eigenen Körper, setzt sich mit deiner Gesundheit auseinander und entdeckst viele neue leckere Dinge!

Bei Fragen oder Anregungen zum Thema, lass mir doch gern einen Kommentar da. Wie ist deine Geschichte?

 

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Diagnose Schwangerschaftsdiabetes – was musst du bei deiner Ernährung beachten?

Diagnose Schwangerschaftsdiabetes – was musst du bei deiner Ernährung beachten?

Etwas weniger Süßkram und dann wird das schon!

Das dachte ich mir damals, nachdem die Diagnose ‚Schwangerschaftsdiabetes‘ feststand. Ich wollte mich damit zunächst nicht auseinandersetzen, schließlich konnte ich bisher immer essen, was ich wollte. Genau das sollte auch so bleiben! Pustekuchen.
Die erste Amtshandlung des Krankenhauses war ein Termin bei der Ernährungsberatung, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Wir haben die richtige Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes besprochen, worauf zu achten ist und welche Lebensmittel besser sind als andere. Nun musste ich mir nur noch geeignete Rezepte suchen und schon läuft das – dachte ich. Das war allerdings gar nicht so einfach, denn es gab kaum Informationen und noch weniger Rezepte zum Thema Schwangerschaftsdiabetes.
Ich habe dann vieles ausprobiert und mich intensiv mit dem Thema Ernährung und Schwangerschaftsdiabetes auseinandergesetzt. Damit du das nicht machen musst, möchte ich dir mit diesem Artikel den Einstieg in die Ernährung mit Gestationsdiabetes erleichtern. Außerdem findest du auf dieser Seite viele Grundlagen zu dem Thema.

 

Was steckt hinter  Schwangerschaftsdiabetes?

Zunächst solltest du dich selbstverständlich von deinen Ärzten aufklären und beraten lassen, um eine fundierte Grundlage zu bekommen. Auch eine professionelle Ernährungsberatung kann ich dir nur ans Herz legen, da sie einen Einstieg in das Thema deutlich erleichtert. Schwangerschaftsdiabetes ist keine schwere Krankheit, jedoch führt sie zu einer Störung deines Kohlenhydratstoffwechsel. Dein Körper kann den Zucker der ‚bösen‘ Kohlenhydrate nicht schnell genug aus dem Blut transportieren und es kommt zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte. Der Knackpunkt ist dabei die Länge der Zuckermoleküle. Je kleiner diese sind, desto schneller steigt der Blutzucker. Das bedeutet für dich aber nicht, dass du ab sofort strengen Diätauflagen folgen musst. Es geht vor allem darum, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und bestimmte Lebensmittel durch andere zu ersetzen. Etwas genauer erklären wir in diesem Artikel, was Schwangerschaftsdiabetes eigentlich ist.

 

Was bedeutet Schwangerschaftsdiabetes nun konkret für die Ernährung?

 

Grundlagen

Eine der wichtigsten Regeln der Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes ist, die sogenannten ‚bösen Kohlenhydrate‘ im Sinne kurzkettiger Zucker zu vermeiden. Das betrifft auf der einen Seite mit Zucker gesüßte Getränke und Süßigkeiten, auf der anderen Seite Lebensmittel mit Weißmehl. Als Alternative kannst du auf Produkte mit alternativen Süßmitteln und Vollkorn zurückgreifen. Je höher der Vollkornanteil, desto langsamer steigt der Blutzucker! Ein hoher Ballaststoffgehalt sorgt ebenso dafür, dass der Blutzucker langsamer ansteigt. Diese sind vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst zu finden. Der Fruchtzucker in Obst stellt eine Besonderheit dar, denn er nimmt die Abkürzung über die Leber zu den Zellen und sorgt somit für eine geringe Insulinausschüttung. Man denkt immer, viel Obst ist gesund, aber leider steckt darin oft zu viel FruchtZUCKER. Aber 2 Portionen Obst je 150g täglich sind in der Regel völlig in Ordnung. Eine fettarme Ernährung sowie ausreichend Milchprodukte wirken sich ebenso positiv aus und versorgen euch mit ausreichend Nähstoffen. Grundsätzlich bieten sich mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt an, um starke Schwankungen im Blutzucker zu vermeiden. Feste Zeiten helfen dir, die Blutzuckerwerte gut zu vergleichen und ein Gefühl für die Lebensmittel zu bekommen. Es kann auch sein, dass du im Zeitverlauf unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel reagierst.
Anfangs habe ich zum Frühstück Haferflocken gegessen. Nach einiger Zeit hat mein Blutzucker so heftig darauf reagiert, dass ich sie bis zum Ende der Schwangerschaft streichen musste. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, gerade anfangs den Blutzucker täglich zu messen. So siehst du direkt, wenn sich etwas verändert und kannst rechtzeitig reagieren.

Soweit zur Theorie – aber wie genau setzt du das im Alltag um?

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Tipps für deinen Alltag

Mein Highlight während der Schwangerschaft war definitiv das Eis am Wochenende. Und ja – das geht auch mit Schwangerschaftsdiabetes! Wähle aufgrund des Zuckergehaltes lieber Milch- statt Fruchteis. Mehr über meine Erfahrungen kannst du in diesem Beitrag lesen.
Süßigkeiten sollten aufgrund des hohen Zuckeranteils während der Schwangerschaftsdiabetes vermieden werden. Es gibt jedoch mittlerweile einige Alternativen mit Süßungsmitteln, die den Blutzucker kaum beeinflussen. Eine süße Variante zum Naschen stellen auch Beeren dar. Sie enthalten einen geringeren Zuckeranteil als viele andere Obstsorten.
Oft vergessen wir bei all den Lebensmitteln unsere Getränke. Nicht nur in Softdrinks, sondern vor allem in Fruchtsäften ist viel Zucker enthalten. Grundsätzlich solltest du bei Durst auf Wasser zurückgreifen. Bei süßen Gelüsten dürfen es aber hin und wieder zuckerfreie Limonaden oder Saftschorlen sein. Eine ganz tolle Alternative sind Früchtetees. Sie schmecken auch kalt super lecker und sind ein toller Ersatz für alle, die ein bisschen Geschmack möchten. Brot, Nudeln und Ähnliches sind mittlerweile fast überall in der Vollkornvariante zu finden. So kannst du auch weiterhin Lieblingsgerichte wie Spaghetti Bolognese oder Pizza essen. Für kohlenhydratarmen Pizzateig gibt es übrigens auch tolle Rezepte aus Blumenkohl oder Käse!

 

Die Bewegung nicht vergessen

Welchen Einfluss Bewegung auf Schwangerschaftdiabetes haben kann, möchte ich dir an einer kleinen Geschichte verdeutlichen. Mein Mann und ich hatten einen Kinobesuch geplant – jedoch nicht ohne Grundlage. In unserem Fall war das ein großer Burger. Es war abzusehen, dass danach meine Blutzuckerwerte verrücktspielen würden. Die Zeit bis zum Film haben wir genutzt und sind einfach 2 Runden um den Potsdamer Platz gelaufen. Pünktlich und mit normalem Blutzucker saßen wir dann im Kino 🙂

Das soll dich keinesfalls dazu anstiften, ständig mit Fritten in der Hand herumzulaufen. Ich möchte dir damit ans Herz legen, dich mehrmals die Woche ordentlich zu bewegen. Sport wirkt sich auf den Blutzucker ähnlich aus wie Insulin und kann dazu beitragen, die Blutzuckerkonzentration zu senken und unterstützt so eine ausgewogene Ernährung ideal.

Die Diagnose ‚Schwangerschaftdiabetes‘ ist natürlich nichts, was man sich gerne in den Einkaufswagen legt. Im Nachhinein weiß ich aber auch die positiven Aspekte zu schätzen: Ich habe mich intensiv mit meiner Ernährung auseinandergesetzt und automatisch gesünder gegessen, da viele Vollkornprodukte und Gemüse auf dem Plan standen. Außerdem habe ich neue Lieblingsgerichte entdeckt, die bis heute regelmäßig gekocht werden. Und das ist nicht nur gut für dich, sondern auch für dein Baby.

Quellen: https://www.diabinfo-leben.de/schwangerschaftsdiabetes/behandlung.html
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/frauenklinik/PDF/Gestationsdiabetes.pdf

 

Hast du noch weitere Geheimtipps zur richtigen Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes? Was hat dich durch die Zeit gebracht und worauf konntest du gar nicht verzichten (wir sind doch alle nur Menschen…)?

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie kann man Schwangerschaftsdiabetes feststellen?

Durch den oralen Glukosetoleranztest kann festgestellt werden, ob Schwangerschaftsdiabetes vorliegt.
Überlichweise macht diesen Test dein Frauenarzt im Laufe der Schwangerschaft. Du trinkst auf nüchternen Magen eine Zuckerlösung und im Anschluß wird Blut gezogen und dein Blutzuckerwert ermittelt.

Was bedeutet es, wenn du Schwangerschaftsdiabetes hast?

Zuerst machst du einen Termin bei der Ernährungsberatung und stellst deine Ernährung entsprechend um. Nun misst du regelmässig deinen Blutzuckerwert um so herauszufinden, welche Lebensmittel du gut verträgst oder wo dein Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt. Idealerweise pegelt es sich dann langsam ein und du kommst gut zurecht. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass du Insulin spritzen mußt.
Lass dich von der Diagnose aber nicht entmutigen. Meist bekommt man es mit der richtigen Ernährung gut in Griff.

Welche Folgen hat Schwangerschaftsdiabetes für mein Kind?

Im Idealfall gar keine.
Es kommt vor, dass das Kind ein höheres Geburtsgewicht hat und es kann zu Frühgeburten kommen. Manchmal kommen Babys mit Diabetes auf die Welt, da sich ihr Organismus auf den erhöhten Blutzuckerspiegel eingestellt hat.
Daher ist es wichtig, dass du mit der Diagnose deine Ernährung umstellst, die Blutzuckerwerte regelmässig kontrollierst und deine Kontrolltermine wahrnimmst.

Was kann Schwangerschaftsdiabetes auslösen?

Der genaue Auslöser ist nicht bekannt. Experten gehen aber davon aus, dass Betroffene schon vor der Schwangerschaft eine geringe Insulinsensitivität haben, was sich im Laufe der Schwangerschaft verstärken kann. Daher wirst du im Laufe deiner Behandlung auch nach Diabetesfällen in deiner Familie befragt. Manchmal ist es einfach genetisch bedingt und die Tendenz vererbt.

Schwangerschaftsdiabetes – Was ist das und wie gehe ich damit um?

Schwangerschaftsdiabetes – Was ist das und wie gehe ich damit um?

Schwangerschaftsdiabetes ist eine häufige Diagnose in der Schwangerschaft – und sorgt bei den werdenden Müttern für sehr viel Verunsicherung. Festgestellt wird die Stoffwechselerkrankung meist bei den Routineuntersuchungen. Symptome treten wiederum selten auf. Umso wichtiger ist es, die Untersuchung auch wirklich wahrzunehmen. Nach der Diagnose kommen viele Fragen auf: Wie gefährlich ist Schwangerschaftsdiabetes für mich und das Kind? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? In diesem Artikel gehen wir auf die Fragen ein. 

Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Bei der Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzuckerspiegel der werdenden Mutter dauerhaft oder sehr lange nach den Mahlzeiten erhöht. Die Schwangerschaftsdiabetes ist eine Form der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und wird manchmal auch als als Typ-4-Diabetes bezeichnet. Der Unterschied ist vor allem die Erstdiagnose zum Zeitpunkt der Schwangerschaft. Zudem verschwindet der Typ der Diabetes häufig auch nach der Schwangerschaft wieder. 

Symptome gibt es meist keine oder nur sehr leichte wie vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen oder Müdigkeit. Da diese Symptome aber auch insgesamt häufig bei der Schwangerschaft vorkommen, wird ihnen meist keine große Bedeutung gegeben. 

Hinweise auf eine Schwangerschaftdiabetes geben zudem folgende Symptome:

  • Bluthochdruck
  • Gesteigerte Fruchtwassermenge
  • Scheidenentzündungen (verursacht durch den erhöhten Zuckeranteil)
  • Starke Gewichts- und Größenzunahme des Ungeborenen

Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes erfolgt routinemäßig. Bei deutlichen Beschwerden, sollte man sich aber bereits vor dem Termin für die Untersuchung an den behandelnden Arzt wenden.

Wie wird Schwangerschaftsdiabetes festgestellt?

Da die Schwangerschaftsdiabetes in den meisten Fällen symptomlos verläuft, sollten alle Schwangeren getestet werden. Dies erfolgt meist in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche mit dem oralen Glukosetoleranztest. Wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes in der Familie, Schwangerschaftsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen bestehen, kann der Test schon im ersten Schwangerschaftsdrittel gemacht werden. 

Der Glukosetoleranztest besteht aus zwei Tests, die für Mutter und Ungeborenes vollkommen gefahrlos sind. Zunächst erfolgt der Vortest, bei dem die Schwangere ein Glas Wasser mit Glukose trinkt. Nach einer Stunde Wartezeit erfolgt dann eine Blutentnahme zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels. Wie du siehst also eine ganz harmlose und entspannte Untersuchung, vor der man keine Angst zu haben braucht. 

Jetzt entscheidet der Wert. Liegt dieser unter dem Grenzwert von 7,5 mmol/l (unter 135 mg/dl), ist der Test beendet und es liegt kein Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes vor.

Aber auch ein Wert darüber ist noch kein Beweis für eine Schwangerschaftsdiabetes. Leicht erhöhte Blutzuckerwerte sind bei Schwangeren durch den veränderten Stoffwechsel völlig normal.  Um aber sicherzugehen, erfolgt ein zweiter Test. Dazu muss die Schwangere nüchtern sein und in diesem Zustand den Blutzuckerspiegel bestimmen lassen. Danach muss sie eine Zuckerlösung trinken. Wie auch schon beim Vortest erfolgt dann nach einer Stunde eine weitere Blutzuckerbestimmung und nach der zweiten Stunde noch einmal. 

Überschreitet einer der drei gemessenen Blutzuckerwerte die Grenzwerte, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.

Die Kosten für den Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. 

 

Warum kommt es zu Schwangerschaftsdiabetes?

Welche Ursachen genau die Schwangerschaftsdiabetes auslösen ist nicht bekannt. Experten gehen davon aus, dass die betroffenen Frauen bereits vor der Schwangerschaft eine verringerte Insulinsensitivität haben. Dies kann sich dann im Laufe der Schwangerschaft verstärken, da ab der 20. Schwangerschaftswoche die Zellen unempfindlicher gegen Insulin werden. Sprechen die Zellen nicht mehr so sehr auf das blutzuckersenkende Insulin an, steigt der Blutzuckerspiegel. Verantwortlich dafür sind hormonelle Veränderungen. Bei Frauen, die eine Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, reicht die Insulinproduktion nicht mehr aus, um dem hohen Blutzuckerspiegel entgegenzuwirken. 

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Gab es Schwangerschaftsdiabetes schon immer?

Schwangerschaftsdiabetes zählt zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft – und das nicht erst seit gestern. Die Häufigkeit von Schwangerschaftsdiabetes ist weltweit in den letzten 15 Jahren angestiegen. 

Dies liegt aber auch daran, dass heute routinemäßig getestet wird. Mit mehr Tests werden somit also auch mehr Fälle entdeckt.  Dazu kommen Risikofaktoren wie Übergewicht und ein höheres Alter der Schwangeren. Auch unser heutiges Essverhalten unterscheidet sich sehr von dem unserer Großeltern (mehr Zucker, mehr verarbeitete Lebensmittel). Auch dieser Faktor sorgt für eine vermehrte Entstehung von Diabeteserkrankungen. 

Beachtet sollte aber auch werden, dass die Grenzwerte zur Feststellung von Schwangerschaftsdiabetes verändert wurden und so mehr Diagnosen positiv sind im Vergleich zu den alten Grenzwerten. 

 

Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf das Baby?

Auch bei einer vorliegenden Schwangerschaftsdiabetes verlaufen die Schwangerschaften in den meisten Fällen völlig normal. Gefahren treten vor allem auf, wenn die Schwangerschaftsdiabetes nicht entdeckt wird. Durch das Wahrnehmen der Vorsorgeuntersuchungen tritt dies aber heutztage kaum mehr auf. 

Wenn die Erkrankung sich sehr früh in der Schwangerschaft entwickelt und unentdeckt bleibt, kann es zu Fehlbildungen vor allem im Bereich des Herzens kommen. Durch den erhöhten Zuckerfluss von Mutter zu Kind können die Kinder starke Wachstumsschübe bekommen. Zusammen mit der erhöhten Fruchtwassermenge kommt es so häufig zu einer Überdehnung der Gebärmutterwand, welche Frühgeburten auslösen kann. 

Die Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sind häufig bei der Geburt etwas schwerer als der Durchschnitt. Aber auch das ist noch kein Grund zur Sorge. Auch dadurch mögliche auftretende Probleme bei der Geburt können durch eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung verhindert werden.

In seltenen Fällen können die Kinder nach der Geburt Anpassungsschwierigkeiten haben und zu Unterzuckerung direkt nach der Geburt neigen. Diabetes beim Neugeborenen muss aber nicht befürchtet werden. Auch manche Mütter entwickeln nach der Schwangerschaft ein Diabetes, deshalb sollte man nach der Entbindung nochmal einen Zuckertest machen.

Die genannten Probleme können durch die frühzeitige Diagnose und Behandlung in den meisten Fällen verhindert werden. 

 

Wie wird Schwangerschaftsdiabetes behandelt?

Die gute Nachricht: in den meisten Fällen kann die Schwangere den Verlauf allein durch die Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung positiv beeinflussen. Wichtig ist, die angeordneten Maßnahmen konsequent umzusetzen. So können die negativen Auswirkungen für Mutter und Kind verhindert werden. 

An erster Stelle steht also die Ernährungsumstellung. Wie genau diese aussieht wirst du mit deinem Arzt oder in einer speziellen Beratung besprechen. Welche Umstellung sinnvoll ist hängt von vielen Faktoren wie Gewicht, Ernährungsweise und Bewegung ab. Kurz gefasst kann man sagen, dass meist empfohlen wird die Kohlenhydratzufuhr zu reduzieren. Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel – und genau das wollen wir ja vermeiden. 

Auch hilfreich ist es, drei nicht zu große Hauptmahlzeiten und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten zu essen. So wird der Blutzuckerspiegel stabilisiert. 

Eine strenge Diät ist während der Schwangerschaft aber nicht zu empfehlen, denn der Nachwuchs soll ja immer noch mit genügend Nährstoffen versorgt werden. 

Wie du dich richtig ernährst, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Der zweite Baustein in der Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes ist die Bewegung. Aber ebenso wie bei der Ernährung gilt auch hier ein gesundes Maß zu finden, das für den Zustand angemessen ist. Spaziergänge von 30 Minuten und einige Gymnastikübungen sind meist schon ausreichend, um eine Insulinbehandlung zu verhindern. Und nebenbei fühlt man sich auch insgesamt fitter und energiegeladener. 

Nur, wenn trotz geänderter Ernährung und ausreichender Bewegung die Blutzuckerwerte weiterhin außerhalb der gewünschten Werte liegen, wird eine Behandlung mit Insulin erforderlich. Insulin ist ein körpereigenes Hormon, welches den Blutzucker senkt und wird unter die Haut gespritzt. Nach der Geburt wird die Behandlung dann wieder abgesetzt. Aber wie gesagt: in den meisten Fällen wird dies nicht notwendig sein, sofern man sich an die empfohlene Ernährungsumstellung und Bewegungsvorgabe hält. Wichtig ist, die Werte regelmäßig zu kontrollieren und auch die Ultraschalluntersuchungen wahrzunehmen. Auch ein zu starkes Wachstum des Kindes durch den erhöhten Blutzucker kann eine Behandlung notwendig machen. 

Ich habe die Diagnose erhalten – und jetzt?

Das Wichtigste nach der Diagnose: mach dich nicht verrückt. Die meisten Schwangerschaften verlaufen trotz der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes vollkommen normal. Die Diagnose ist oft ein Schreck, weil man meist überhaupt keine Symptome hatte und trotzdem dann plötzlich ‘krank’ ist. 

Nach der Diagnose wird der Arzt oder eine Diabetes-Beratungsstelle alle offenen Fragen mit dir klären. Und es wird gezeigt, wie man ab jetzt den Blutzuckerspiegel selbst bestimmen kann. Mit einem kleinen Messgerät kontrolliert man den Wert vor dem Frühstück und jeweils eine Stunde nach den Mahlzeiten. Diese Werte werden notiert und dann vom Arzt beim nächsten Besuch kontrolliert. Und auch man selbst kann so schon abschätzen, ob die Ernährungsumstellung etwas bringt.  Morgens nüchtern sollten die Werte unter 95 mg/dl (5,3 mmol/l) liegen, in der Stunde nach einer Hauptmahlzeit unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l). 

Auch wenn diese Messungen und die Umstellung der Ernährung erstmal seltsam sind – man gewöhnt sich schnell daran und hat es so selbst in der Hand, mögliche negative Folgen für sich und das Kind abzuwehren. 

Nach der Geburt normalisiert sich bei der Mehrzahl der Frauen der Blutzuckerspiegel wieder. Zur Sicherheit sollte aber 6 bis 12 Wochen nach der Geburt wieder ein Glukosetoleranztest durchgeführt werden. Auch eine jährliche Diabetes-Kontrolluntersuchung beim Hausarzt ist ratsam, um so einem möglichen Typ 2 Diabetes vorzubeugen. 

Wenn du wissen willst, wie es mir nach der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes ergangen ist, dann lies hier weiter.

 

Gab es für dich auch die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes? Wie gehst du damit um?

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