Frühstück bei Schwangerschaftsdiabetes: 5 Tipps für einen guten Start in den Tag

Frühstück bei Schwangerschaftsdiabetes: 5 Tipps für einen guten Start in den Tag

Diesen Spruch kennst du sicher auch: “Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.” Auch die Gerüchte, beim Frühstück ohne Reue zuschlagen zu können und abends bloß keine Kohlenhydrate zu essen, halten sich oft noch hartnäckig. Dabei ist mittlerweile erwiesen, dass beide zu den Ernährungsmythen gehören, die so einfach nicht stimmen.

Und gerade bei Schwangerschaftsdiabetes wäre es nicht besonders hilfreich, dich so zu ernähren, denn laut Ernährungsberatung sollst du deinen Blutzucker möglichst stabil halten. Das bedeutet nicht nur, ähnliche Portionsgrößen zu essen, sondern auch, dass mehrere kleine Mahlzeiten oft besser vertragen werden als wenige große. 

Vor allem beim Frühstück fällt es vielen Frauen schwer, sich umzustellen. Einerseits liegt das an den Gewohnheiten, andererseits an der Unsicherheit, was denn überhaupt erlaubt ist. In diesem Beitrag möchten wir dir einen allgemeinen Überblick geben, ein paar Ideen für dein Frühstück bei Schwangerschaftsdiabetes und zwei unserer absoluten Lieblingsrezepte!

Was ist nun anders beim Frühstück mit Schwangerschaftsdiabetes?

In aller Regel dient das Frühstück dazu, deine über Nacht geleerten Speicher wieder aufzufüllen, damit du den Tag energiegeladen starten kannst. Mit Schwangerschaftsdiabetes ist das etwas anders, denn das Insulin in deinem Körper funktioniert oft morgens am besten. Eine große Mahlzeit, wie du sie vielleicht gewohnt warst, würde also deinen Blutzucker unnötig in die Höhe treiben. 

Auf der anderen Seite ist es auch nicht sinnvoll, ganz darauf zu verzichten, denn ohne Nährstoffe sinkt dein Blutzuckerspiegel ab. Und wie du sicherlich von deinem Termin beim Ernährungsberater weißt, ist unser Ziel, diesen kleinen Stinker möglichst stabil zu halten. Aber wie stellst du das an, ohne völlig verzichten zu müssen?

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Tipps fürs Frühstück bei Schwangerschaftsdiabetes

Das knusprige, helle Kaiserbrötchen mit Omas Erbeermarmelade wird es wohl erst einmal nicht mehr sein – das geben wir zu. Aber das Bild von einem fast leeren Teller mit einer einzigen Selleriestange brauchen wir definitiv auch nicht! 

Mit ein bisschen Probieren und ein paar kreativen Ideen kannst du dich nicht nur satt essen, sondern auch viele neue Ideen für dein Frühstück bekommen. Wichtig dabei ist, dass du bereit bist, dich von deiner gewohnten Routine zu lösen und offen bist, Neues zu versuchen. 

Denn denke daran: Du tust es für einen guten Zweck! Und vielleicht findest du so ein paar Ideen, die du auch nach der Schwangerschaft beibehältst.

 

Tipp 1: Aus 1 mach 2

Was ist besser als 1 Frühstück? Ganz genau – 2 Frühstücke! Dein Blutzucker bleibt in der Regel stabiler, wenn du mehrere kleine Mahlzeiten statt wenigen großen zu dir nimmst. Die klassische Reihenfolge Frühstück, Mittag- und Abendessen kannst du also durch Snacks ergänzen oder sie in verschiedene Mahlzeiten aufteilen. 

So kannst du beispielsweise ein herzhaftes und ein süßes Frühstück essen oder beliebig kombinieren. Falls du vor der Diagnose eher ein großes oder sogar gar kein Frühstück hattest, wird es zunächst eine kleine Umstellung sein. Aber wie so vieles im Leben, ist auch das einfach nur eine Gewohnheit!

 

Tipp 2: Schwangerschaftsdiabetes-Superfoods

Vielleicht kennst du diesen Tipp bereits von den allgemeinen Hinweisen zur Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes: In Verbindung mit Fett oder auch Eiweißprodukten steigt bei vielen der Blutzuckerspiegel wesentlich langsamer an. So können viele Frauen Lebensmittel in Kombination damit genießen, die sonst die Werte zu sehr in die Höhe treiben würden. 

Für dein Frühstück kann das ein absoluter Gamechanger sein! So geht zum Beispiel oftmals Quark mit Beeren super, Vollkornbrot mit Butter und Belag oder mit Frischkäse. Auch Ei in Verbindung mit Vollkornbrot o.ä. funktioniert oft sehr gut.

Probiere hier einfach aus, was du gut verträgst und für dich funktioniert!

 

Tipp 3: Vollkorn und Co.

Viele Schwangere vertragen bestimmte Vollkornprodukte. Mal geht Weizenvollkorn nicht, dafür aber Dinkelvollkorn. Das ist sehr individuell und du kommst nicht drumherum, einfach auszuprobieren. Dasselbe gilt auch für Flocken. Was allerdings wirklich oft funktioniert, ist Vollkorn in Kombination mit Tipp 2.  Frauen, die Vollkornbrot nicht vertragen, fahren oft gut mit Knäckebrot aus Roggen oder einem Brot ohne Mehl. Das bekommst du in ausgewählten Supermärkten oder kannst du selbst backen. Backmischungen gibt es ja inzwischen sogar schon auf amazon 🙂 (Affiliate Link)

Unser Tipp: Backe gleich 2 auf einen Schlag und schneide in Scheiben, was du nicht aufbrauchst. So kannst du dir täglich einzelne Scheiben aus dem Gefrierschrank nehmen und auftauen!

 

Backen ohne Mehl und Zucker – leckere Kuchenrezepte mit vielen Varianten

Mittlerweile gibt es viele tolle Möglichkeiten für leckere Kuchen und Gebäckstücke auch bei Schwangerschaftsdiabetes.

Damit du nicht selbst suchen und ausprobieren musst, haben wir ein kleines Backbuch  für dich gezaubert:

  • 5 leckere Rezepte von Streuselkuchen bis zum Brownie
  • Bonus: Ideen zu jedem Rezept, wie du leckere Alternativen daraus zauberst.
  • Bonus: wertvolle Tipps rund ums Backen mit Schwangerschaftsdiabetes.

Tipp 4: Trick 17, wenn Brot gar nicht geht

Es kann sein, dass du schon viele Varianten an Brot versucht hast und deine Werte sogar bei Knäckebrot manchmal verrückt spielen. Das kann frustrierend sein, vor allem beim Frühstück. Aber keine Panik – auch hier haben wir Tipps für dich! 

Hast du z.B. gerne Porridge gegessen, kannst du statt der Haferflocken beispielsweise Flocken aus Hirse oder einem anderen Lebensmittel versuchen. Als Grießbrei-Ersatz kannst du Flohsamenschalen versuchen.

Isst du lieber herzhaft, sind vielleicht Oopsies etwas für dich. Oops – what? Oopsies sind eine Art Brötchenersatz aus Ei, die du nach Lust und Laune belegen kannst. Das Rezept ist übrigens eines unserer Lieblingsrezepte und du findest es weiter unten oder in unserem Kochbuch 🙂

Alternativ kannst du dir auch Rühreier oder Omelett zubereiten und entweder Gemüsewürfel reinschneiden oder mit Käse und Schinken belegen.

Mit ein wenig Kreativität findest du tolle Ideen, die dein Frühstück trotz Schwangerschaftsdiabetes abwechslungsreich und lecker machen.

 

Tipp 5: Bewegung

Dieses Thema haben wir in einem anderen Blogartikel bereits erwähnt, denn es ist wirklich wichtig und macht oft einen Unterschied. Dass Bewegung an sich schon eine gute Sache ist, wissen wir alle. Bei Schwangerschaftsdiabetes kann sie dabei helfen, den Blutzucker wesentlich langsamer steigen zu lassen. Das hilft dir, wenn du beim Essen mal daneben gegriffen hast oder deine Werte aus anderen Gründen zu hoch sind. Außerdem bringst du auch noch dein ganzes System in Schwung und verhinderst durch einen Spaziergang nach dem Essen auch noch das lästige Suppenkoma!

 

Wie du siehst, ist auch das Frühstück bei Schwangerschaftsdiabetes nichts, woran du verzweifeln solltest. Vielmehr kannst du die Umstellung nutzen, neue Rezepte auszuprobieren, schlechte Gewohnheiten hinter dir zu lassen und kreativ zu werden!

Und falls du nach unseren ganzen Beispielen fürs Frühstück auch Hunger bekommen hast, kommen jetzt unsere 2 Lieblingsrezepte fürs Frühstück – guten Appetit!

Oopsies

Woher der Name auch immer stammt – wir sind froh, dass es sie gibt! Oopsies sind ein toller Ersatz für Brötchen zu einem herzhaften Frühstück und sind schnell gemacht.

Zutaten für 6 Stück:

  • 2 Eier
  • 100g Quark
  • Salz

Zubereitung:

Die Eier trennen und das Eiweiß mit etwas Salz aufschlagen. Das Eigelb mit dem Quark mischen und unter das Eiweiß heben. Die Masse in 6 Teilen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 180°C ca. 20 Minuten backen.

 

Oopsies Frühstück Schwangerschaftsdiabetes
Hirse Frühstück Schwangerschaftsdiabetes

Hirsebrei

Hirse ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern punktet auch hinsichtlich Vitaminen und Mineralstoffen wie beispielsweise Eisen. Durch den feinen Geschmack kannst du sie auch super für süße Gerichte verwenden.

Zutaten für 2 Pers.:

  • 100g Hirse
  • 450ml Pflanzenmilch
  • 1 Karotte
  • Vanille
  • Zimt oder Kakao (je nach Lust und Laune)
  • 4 EL Joghurt
  • 150g Beeren

Zubereitung:

Die Hirse mit kaltem Wasser abbrausen und mit der Milch aufkochen. Geraspelte Karotte und die Gewürze dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Den Herd ausschalten, noch 10 Minuten zugedeckt quellen lassen und zum Schluss den Joghurt und die Beeren unterrühren. 

Die geraspelte Karotte verleiht dem Gericht Süße und Volumen und so hast du direkt eine kleine Portion Gemüse abgefrühstückt! Das funktioniert auch bei anderen Gerichten wie beispielsweise Porridge.

Wir hoffen, wir konnten dir hier ein paar Ideen geben für ein leckeres Frühstück. Schwangerschaftsdiabetes heißt eben nicht hungern. Hier und da ein paar Dinge ersetzen oder eben anders essen, als bisher – wir helfen dir dabei!

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  • 50 leckere Rezepte die du ganz leicht nachkochen kannst
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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was kann man bei Schwangerschaftsdiabetes zum Frühstück essen?

Du solltest auf helle Backwaren verzichten und stattdessen lieber zu Vollkornprodukten oder Knäckebrot greifen, je nachdem, was du verträgst. Joghurt oder Quark mit Obst und Eierspeisen eignen sich ebenfalls sehr gut fürs Frühstück.

Welches Obst kann ich bei Schwangerschafstdiabetes essen?

Beeren haben den geringsten Fruchtzuckeranteil. Diese eigenen sich also am besten zum Naschen oder Backen. Hier ein paar Rezeptideen.

Und hier Infos zum Fruchtzucker in Obst.

Was darf ich bei Schwangerschaftsdiabetes naschen?

Ein Quark mit Beeren ist ein toller Snack, aber auch selbstgebackerner Käsekuchen oder zuckerfreie Schokolade eignen sich zum Naschen. Eine handvoll Nüsse stillt ebenfalls den Heißhunger und ist dazu noch sehr gesund. Davon kannst du immer ein paar in der Handtasche dabei haben.

Darf ich bei Schwangerschaftsdiabetes Joghurt essen?

Die gute Nachricht: Ja!

Am besten eignet sich ungesüßter Naturjoghrt. Mit Beeren, Nüssen etc. kannst du ihn schnell in ein leckeres Frühstück verwandeln.

7 praktische Tipps für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

7 praktische Tipps für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

Kaum hast du die Ergebnisse des Zuckertests schwarz auf weiß, sitzt du auch schon beim Ernährungsberater und stellst die alles entscheidende Frage: “Was darf ich denn jetzt noch essen?” Du wünschst dir einen Ernährungsplan mit dem du weißt, was bei Schwangerschaftsdiabetes auf den Tisch darf.

Eine ordentliche Ernährungsberatung findet zunächst ganz viel über dein Essverhalten heraus, gibt dir viele Alltagstipps und versorgt dich mit einer Übersicht zu Lebensmitteln, auf die du jetzt zurückgreifen kannst. Leider unterscheiden sich hier Theorie und Praxis, denn nicht jede Ernährungsberatung läuft so ab. Oftmals bekommst du einen Standardplan, mit dem du nun zuhause in die Röhre schaust oder du mußt lange auf den ersten Termin wartet und stehst in den ersten Tagen alleine da.

In diesem Artikel möchten wir dir ein wenig praxisnahes Grundwissen zum Thema Ernährung mit Schwangerschaftsdiabetes, wichtige Ernährungsregeln sowie Tipps zum Ernährungsplan an die Hand geben.

 

Ernährungsberatung

Eine Ernährungsberatung bei einem Diabetologen oder Diabetesberater ist ein notwendiger Schritt nach einem positiven Zuckertest. Diese sollte unbedingt auf die aktuellen Ernährungsgewohnheiten und Vorlieben der Patientin ausgerichtet sein. Ziel ist es, dass die Patientin genaue Informationen erhält, wie sie sich ab sofort ernähren soll. 

Wie die Diabetologie online verrät, ist zusätzlich zu den regelmäßigen Blutzuckermessungen ein Ernährungsprotokoll sinnvoll. Hieran kann der Experte erkennen, wie sich die Werte verhalten und wo er gegebenenfalls Anpassungen im Ernährungsplan vornehmen muss. Es ist nämlich sehr häufig so, dass sich Werte bei denselben Lebensmitteln im Laufe der Zeit anders entwickeln und du plötzlich Varianten nicht mehr oder wieder besser verträgst. Bei Anne waren das beispielsweise die Haferflocken: Anfangs konnte sie problemlos Porridge zum Frühstück essen, später musste sie Haferflocken weglassen. 

Es ist also wichtig, dass du deine Werte ernst nimmst und sie regelmäßig deinem Arzt vorlegst. Er entscheidet, wann ein weiterer Termin für eine Ernährungsberatung sinnvoll ist.

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Ernährungsregeln

Schwangerschaftsdiabetes ist so individuell und von Frau zu Frau verschieden, wie es nur sein kann. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die für die Mehrheit sehr gut funktionieren und dir den Einstieg erleichtern können. So hast du direkt ein paar Anhaltspunkte und kannst diese an deine Situation anpassen. 

Grundlegend ist es wichtig, nicht vollständig auf Kohlenhydrate zu verzichten. Dein Körper benötigt sie besonders in der Schwangerschaft, um ausreichend Energie bereitzustellen. Stattdessen fahren viele Betroffene gut mit den Vollkornvarianten. Verträgst du Vollkorn-Weizen nicht so gut, kannst du auch andere Getreidesorten testen. Und mittlerweile schmecken Vollkornnudeln auch nicht mehr so staubig, wie man sie vielleicht in Erinnerung hat 🙂

Ausreichend Gemüse ist nicht nur für alle Menschen gesund, es hilft bei Schwangerschaftsdiabetes außerdem, den Blutzucker stabil zu halten. Versuche, zu Mittag- und Abendessen immer eine große Portion Gemüse zu integrieren und halte Gemüsesticks zum Knabbern im Kühlschrank bereit. Natürlich ist auch Obst grundsätzlich in Ordnung. Allerdings solltest du hier vorsichtig testen und auf Sorten mit viel Fruchtzucker oder Trockenobst verzichten. 

Milchprodukte sind grundsätzlich nicht verkehrt und verlangsamen ebenso den Anstieg des Blutzuckers. So kann ein Quark oder Joghurt mit Beeren ein toller Nachtisch sein und war für Anne oft die Rettung in ihrer Schwangerschaft. Achte aber hierbei auf den Milchzucker, denn dieser ist nicht zu unterschätzen.  

Klassischen Zucker solltest du natürlich meiden. Das heißt, konventionelle Süßigkeiten etc. sind grundsätzlich tabu. Mittlerweile gibt es aber so viele Alternativen mit Süßungsmitteln, die in Maßen bei den meisten funktionieren. Auch Zartbitterschokolade oder Chips aus Kichererbsen können Alternativen sein. Wer gerne Limo etc. trinkt, kann es mit abgekühlten Früchtetees versuchen. So hast du Geschmack, ohne deinen Blutzucker zu ärgern.

Eine Übersicht zu den DO’s und DON’Ts bei Schwangerschaftsdiabetes findest du übrigens hier.

Dein individueller Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes

Die schlechte Nachricht vorneweg: Einen Plan für Schwangerschaftsdiabetes mit Angaben wie “121g Dinkelbrot mit 3g Butter und 43g Käse”, der für alle gilt, gibt es nicht. Diesen Zahn müssen wir dir leider ziehen. Deshalb wirst du so etwas bei uns auch nicht finden, denn jeder Fall von Schwangerschaftsdiabetes ist individuell. Wie bereits erwähnt, können sich die Verträglichkeiten sogar bei derselben Frau während der Schwangerschaft ändern. 

Einen wirklich auf dich abgestimmten Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes bekommst du nur von einem spezialisierten Diabetologen bzw. Diabetesberater. Dieser dient dir zunächst als Einstieg, kann sich aber im Laufe der Schwangerschaft verändern. Wie oben beschrieben, ist es sinnvoll, ein Ernährungstagebuch zu führen. Dies kannst du auch mithilfe einer App machen, falls dir das leichter fällt. So kannst du in Absprache mit deinem Arzt immer wieder Lebensmittel in deinen Plan aufnehmen der streichen, behältst aber einen festen Plan bei. 

Ein paar allgemeine Tipps, die du für deinen Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes beachten solltest, haben wir hier zusammengestellt:

 

1. Verzichte auf Weißmehl und Zucker  

Mittlerweile gibt es tolle Alternativen in Form von Vollkornbrot, -nudeln oder -reis. Aber auch Brote ohne Mehl gibt es bei ausgewählten Bäckern zu kaufen. Auch auf süße Desserts musst du nicht unbedingt verzichten, denn süßen kannst du mit einem Süßmittel deiner Wahl. Es gibt auch einige Sorten Marmelade, die für Diabetiker geeignet sind und sogar zuckerfreie Schokolade, die man z.B. für schokolierte Erdbeeren nutzen kann.

2. Frühstück

Ersetze das typische Brötchen morgens durch eine Vollkornvariante, Knäckebrot oder was du sonst gut verträgst – Oopsies sind beispielsweise eine getreidefreie Alternative. Haferflocken funktionieren oft sehr gut, aber auch hierzu gibt es Alternativen. 

Als süßen Aufstrich kannst entweder spezielle Marmelade für Diabetiker nutzen oder du probierst Nussmus. Hier gibt es  mittlerweile ganz tolle Sorten, die ganz ohne Zucker auskommen. Eine Alternative zu den süßen Varianten ist natürlich ein herzhafter Brotbelag. 

3. Mahlzeitenfrequenz

Plane lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große. Dein Blutzucker bleibt stabiler, wenn du ihn regelmäßig mit einer moderaten Anzahl an Nährstoffen versorgst, anstatt nur hin und wieder mit einer ganzen Wagenladung.

4. Snacks

Überlege dir Snacks für zwischendurch und bereite diese schon vor – so bist du gerüstet, wenn der kleine Hunger kommt. Das kann ein Beerenquark sein, Gemüsesticks oder was du sonst gerne isst und verträgst. 

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5. Kohlenhydrate am Abend

Verteile die Mehrheit der Kohlenhydrate auf abends – so wird dein Körper über Nacht konstant mit Energie versorgt und du kannst zu hohe Werte am Morgen verhindern.

6. Gemüse

Versuche, zu jeder Hauptmahlzeit eine Portion Gemüse zu essen -das sättigt und tut dem Blutzuckerspiegel gut, weil er durch die Ballaststoffe viel zu tun hat, die Zuckermoleküle aufzuspalten. 

7. Vorbereitung

Um dir den Alltag etwas zu erleichtern, eignet sich parallel zum eigentlichen Ernährungsplan, grade bei Schwangerschaftsdiabetes, eine Rezeptesammlung. Notiere, was dir gut geschmeckt hat und du gut vertragen hast. Gehen dir bei der Planung mal die Ideen aus, kannst du immer wieder dort spicken!
Plane deine Woche vor. So stehst du nicht plötzlich hungrig vorm Kühlschrank (Achtung: Heißhunger), sondern weißt, was du kochen willst und kannst rechtzeitig loslegen.

Wie du siehst, gibt es zwar ein paar allgemeingültige Regeln, jedoch ist ein individueller Plan immer nur für dich gültig. Versuche deshalb, möglichst viel zu erfragen, um alle Unklarheiten zum Plan des Diabetologen zu beseitigen. Denn genau dafür ist er da!

*Dies ist keine allgemeingültige Aussage und stellt keine ärztliche Prognose oder Aussage dar wie auch alle anderen Inhalte. Bitte sprich bei allen Themen unbedingt mit deinem Arzt. Wir geben lediglich Tipps und Erfahrungswerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Frühling ist Obstzeit! Aber weisst du, wieviel Zucker wirklich in Früchten steckt?

Frühling ist Obstzeit! Aber weisst du, wieviel Zucker wirklich in Früchten steckt?

Endlich ist er da – der Frühling! Es war lange dunkel, kalt und trist. Da kommen die wärmende Sonne und die langen Tage gerade richtig! Und sobald die Sonne da ist, hat man automatisch weniger Lust auf Schweinebraten und Co.! Endlich wieder knackige Salate, selbst gezüchtete Tomaten und ganz viel Obst. Doch es steht leider viel Zucker in Früchten. Welches Obst ist also bei Schwangerschaftsdiabetes überhaupt geeignet? Mehr dazu erfährst du in diesem Blogartikel –  außerdem haben wir noch 2 leckere Rezepte für dich!

Wie viel Zucker steckt denn nun in Früchten?

Wie wir wissen, sollen wir bei Schwangerschaftsdiabetes möglichst die Kohlenhydrate reduzieren. Schnell greift man zu Obst, weil man denkt, es sei gesund. Ist es ja auch, allerdings steckt wirklich viel Zucker in Früchten (sog. Fructose) und ja, das sind leider auch Kohlenhydrate. Wenn du noch ganz am Anfang stehst und wissen möchtest, worauf du bei deiner Ernährung jetzt besonders achten solltest, dann empfehlen wir diesen Artikel mit den Grundlagen zur Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes.

Die Zuckerbomben unter den Früchten

Eine Sache vorneweg: Wenn du zu Obst greifst, bevorzuge immer frische Früchte. Getrocknete Aprikosen, Datteln etc. enthalten wesentlich weniger Wasser und liefern ihren Zucker somit in konzentrierter Form. Das lässt den Blutzucker natürlich schneller ansteigen. Absoluter Spitzenreiter unter den frischen Zuckerlieferanten sind Datteln und Bananen. Kakis, Trauben, Mango, Granatapfel oder auch Litschis sind ebenfalls ganz vorne mit dabei. Auch heimisches Obst wie Äpfel oder Birnen enthalten eine ganze Menge Zucker. Wie mit vielen anderen Dingen gilt aber auch hier: die Menge ist oft entscheidend und jeder Körper reagiert anders.

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Die ‘schlanken’ Sorten – Früchte mit weniger Zucker

Neben den Zuckerbomben gibt es natürlich auch jede Menge Obstsorten, die verhältnismäßig wenig Zucker enthalten. Absoluter Spitzenreiter sind die Limette und die Zitrone! Na toll, wirst du jetzt vermutlich denken. Aber wie lecker ist im Sommer bitte frisches Zitruswasser mit Minze?

Dicht gefolgt kommen dann unsere Lieblinge: die Beeren. Neben ihrem geringen Kaloriengehalt bringen sie noch viele weiter wertvolle Inhaltsstoffe mit sich und eignen sich super als Snack oder Dessert. Besonders die Heidelbeere wird von den meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sehr gut vertragen.

Was wäre der Sommer ohne Wassermelone? Auch sie enthält wenig Zucker und dient nicht nur als Erfrischung zwischendurch, sondern hebt auch das Grillbuffet aus nächste Level – das Rezept dazu findest du weiter unten. Daneben haben auch Grapefruits und Aprikosen weniger Zucker. Eine Übersicht dazu findest du auch hier. Es gibt also jede Menge Früchte, die zur Auswahl stehen! Und außerdem gibt es da noch einen kleinen Trick…

Trick 17 – Eiweiß

Wenn du ein paar Beeren als Snack zwischendurch essen möchtest, ist das in der Regel kein Problem. Möchtest du aber ein kleines Frühstück oder einen größeren Snack für den Hunger zwischendurch daraus zaubern, kombinierst du das Obst am besten mit Quark oder Joghurt. So steigt dein Blutzucker wesentlich langsamer. Auch Nüsse in Kombination haben diesen Effekt. Außerdem sättigt der Snack dann wesentlich besser! Super praktisch, oder?

joghurt mit obst

Saft ist gesund – oder nicht?

Saft ist ja quasi Obst, oder? Das ist prinzipiell richtig, aber leider wird diesem allzu oft Zucker beigemischt, was ihn zu einer echten Kalorien- und Zuckerbombe macht. Aber auch reiner Direktsaft ist Obst in konzentrierter Form und enthält somit viel Zucker. 

Aus diesem Grund sollten nicht nur Kinder immer Schorlen trinken, sondern auch Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. Dabei sollte die Schorle möglichst dünn gemischt sein.

Unser Tipp: Kalter Früchtetee ohne Zucker! Er schmeckt lecker und du kannst Unmengen davon trinken!

Der Sommer kann kommen!

Schwangerschaftsdiabetes bedeutet also nicht, dass du kein Obst mehr essen darfst – ganz im Gegenteil! Beeren können sehr gut als Ersatz für Süßigkeiten genutzt werden und auch auf das heißgeliebte Dessert musst du nicht verzichten. Mehr zum Thema Snacken bei Schwangerschaftsdiabetes findest du in diesem Beitrag. Und vielleicht lernst du so ein paar neue Rezepte kennen – wie beispielsweise unsere Erdbeer-Salsa oder den Wassermelonen-Salat:

Gegrillter Spargel mit Erdbeer-Salsa

Passt toll zu Steak, Lammkoteletts oder auch Lachs! Aber auch ein Ofen-Feta oder Ziegenkäse passen toll dazu!

Für 2 Pers.:

  • 500g grüner Spargel
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 300g Erdbeeren
  • frische Minze
  • 3 EL Limettensaft
  • ein paar Pinienkerne

Den Spargel am unteren Ende schälen, mit 2 EL Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Entweder auf dem Grill oder in einer Grillpfanne braten.

Die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit dem Limettensaft marinieren. Die Kerne rösten. Dann die Minze grob schneiden, die Salsa mit Salz, Pfeffer und Öl abschmecken und auf dem warmen Spargel verteilen! Hmmmm… lecker!

Zucker in Fruechten_Erdbeer Salsa
Zucker in Fruechten - Wassermelone

Wassermelonen-Salat

Die ideale Beilage zum Grillen!

Für 2 Pers.:

  • 800g Wassermelone
  • 200g Feta (pasteurisiert)
  • frische Minze
  • Saft von 1 Limette
  • 2 EL Balsamico
  • 2 handvoll Nüsse oder Pinienkerne
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Olivenöl

Die Melone und den Feta in Stücke schneiden. Die Minze abzupfen und grob schneiden. Die Kerne ohne Öl in einer Pfanne rösten. 

Den Limettensaft mit Balsamico, Salz, Pfeffer und Öl mischen und alles zusammen in einer Schüssel vermengen.
Danch einfach schmecken lassen
 

Fazit

Ganz auf Obst verzichten musst du keineswegs, achte nur darauf, dass du nicht zu den Zuckerbomben greifst. Eine handvoll Beeren als Snack sind super und gerade jetzt, wenn die warme Jahreszeit kommt auch frisch und saisonal.

Die beiden Rezepte haben wir selbst ausprobiert und fanden sie super lecker, daher wollten wir sie unbedingt mit euch teilen. Gerade die Erdbeer-Salsa war ein Traum…

Auch bei Obst gilt wieder: jeder Körper reagiert anders. Probiere einfach mal aus, was du gut verträgst. Vielleicht ist ja doch hin und wieder etwas Abwechslung in Sachen Obst drin. Unsere Beiträge sind keine Beratung. Bist du dir unsicher, dann sprich unbedingt mit deinem Arzt oder Ernährungsberater.

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6 Wege, wie du bei Schwangerschaftsdiabetes Zucker ersetzen kannst

6 Wege, wie du bei Schwangerschaftsdiabetes Zucker ersetzen kannst

Um auf Weizen zu verzichten gibt es mittlerweile Vollkornnudeln, Linsennudeln und viele weitere Möglichkeiten. Doch wie kannst du Zucker ersetzen, wenn die süßen Gelüste kommen und du so gerne trotz Schwangerschaftsdiabetes mal in die Nasch-Schublade greifen willst? Gerade Haushaltszucker, Stärke und Weizenmehl, worauf du jetzt ja eigentlich verzichten willst, machen es sich in Gummibärchen, Keksen und Schokolade gemütlich. Aber Hände weg, denn das würde eine Berg- und Talfahrt für deinen Blutzuckerspiegel bedeuten. Und nun? Ersetzen scheint gerade bei Zucker gar nicht so einfach. 

Besonders am Anfang war es für dich vielleicht schwierig, deine Ernährung umzustellen. Man verbannt erst einmal alles, was irgendwie schlecht sein könnte für den Blutzucker. Und dann steht man vor einem leeren Vorratsschrank und fragt sich, was man denn nun die nächsten Monate essen soll. Aber keine Angst, es gibt nicht nur für die herzhaften bösen Kohlenhydrate, sondern auch für die Süßen echte Alternativen!* In diesem Blogartikel stellen wir dir 6 alternative Süßungsmittel vor, mit denen du Zucker bei Schwangerschaftsdiabetes ersetzen kannst. 

Der Unterschied zwischen Süßungsmitteln, Zuckeraustauschstoffen und Süßstoffen 

Wir alle kennen den normalen weißen Haushaltszucker, der wohl am weitesten verbreitet ist. Nahezu in jedem Haushalt ist er zu finden. Außerdem kennen die meisten noch Kandis, Rohrzucker, Rohrohrzucker oder auch braunen Zucker. Daneben gibt es drei alternative Gruppen von Süßungsmitteln, auf die man zurückgreifen kann, wenn man Zucker ersetzen will. 

Natürliche Süßungsmittel

Grundsätzlich kann man sich merken, dass natürliche Zuckerarten immer auf -ose enden. So gibt es zum Beispiel:

  • Laktose = Milchzucker
  • Fructose = Fruchtzucker
  • Maltose = Malzzucker

Diese sind allerdings keine echten Süßungsmittel oder Zuckeralternative, sondern sie sind bereits in Lebensmitteln enthalten, eben z.B. in Milch, Obst, Malz oder auch in Fertigprodukten – darauf kannst du also bei Einkauf achten und hier schon gut Zucker vermeiden.

Ein natürliches Süßungsmittel ist Sirup. Da gibt es neben dem bekannteren Zuckerrübensirup auch Dattel- Reis- und Agavensirup. Doch gerade Fruchtsirup eignet sich bei Schwangerschaftsdiabetes weniger gut, weil der Blutzucker dadurch stark beeinflusst wird.

Auch Stevia gehört zu den natürlichen Süßungsmitteln. Es wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen. Mehr dazu findest du weiter unten in diesem Beitrag 

 

Zuckeraustauschstoffe

Die zweite Alternative sind Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Xylit. Das sind Zuckeralkohole aus natürlichen Zutaten, die chemisch oder durch Enzyme verändert werden. 

Hier kannst du dir merken, dass sie meist auf -it enden:

  • Xylit (E 967)
  • Sorbit (E 420)
  • Erythrit (E 968)

Xylit wird beispielsweise aus dem Zucker von Holz, traditionell dem der Birke, gewonnen und die Basis von Sorbit ist Traubenzucker. Sie enthalten wesentlich weniger Energie als Zucker und beeinflussen in kleineren Mengen kaum deinen Blutzucker. In größeren Mengen können sie allerdings abführend wirken.

             

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„Lecker, schnell und einfach“

Süßstoffe

Die dritte Alternative zu Zucker bilden die Süßstoffe wie beispielsweise

  • Saccharin (E 954)
  • Sucralose (E 955)
  • Aspartam (E 951)
  • Cyclamat (E 952)

Es klingt alles sehr chemisch, aber diese können z.T. ebenfalls aus einer natürlichen Quelle gewonnen werden. So gibt es zum Beispiel auch Süßstoffe, die auf Stevia basieren (um uns alle noch mehr zu verwirren).

Man braucht mengenmäßig deutlich weniger, da sie eine viel höhere Süßkraft als gewöhnlicher Zucker haben. Sie sind so gut wie kalorienfrei und finden sich daher in vielen Light-Produkten. Süßstoffe werden nicht verstoffwechselt sondern fast unberührt wieder ausgeschieden, daher wirken sie sich nicht auf den Blutzucker- und Insulinspiegel aus. Ihnen wird allerdings nachgesagt, dass sie appetitanregend wirken können – einen Haken gibt es wohl immer…                            

Zucker ersetzen Schwangerschaftsdiabetes

Alternative Süßungsmittel, mit denen du Zucker ersetzen kannst

Die wichtigsten Vertreter der Zuckeraustauschstoffe und Süßungsmittel stellen wir dir hier vor. Wenn du vor allem wissen möchtest, welche Alternativen du beim Backen hast, können wir dir diesen Artikel empfehlen. Aber nun legen wir los:

Erythrit

Dieser aus Stärke hergestellte Zuckeraustauschstoff sieht Zucker zum Verwechseln ähnlich, schmeckt süßlich, ist aber sonst neutral im Geschmack. Industriell wird es aus Mais gewonnen, natürlich kommt es in Käse und manchem Obst vor (z.B. Birnen, Melonen, Weintrauben).
Erythrit ist etwas weniger süß als Zucker und eignet sich von der Konsistenz her sogar zum Backen.

Da es im Körper nicht verstoffwechselt wird, ist es praktisch kalorienfrei und eignet sich somit für jede Diät. Auch bei Schwangerschaftsdiabetes ist es ein beliebter Zuckerersatz, da es wenig Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Die Gefahr, dass es zu Durchfall und Blähungen führt, wie es oft bei alternativen Süßungsmitteln der Fall ist, ist hier sehr gering. Somit ist Erythrit definitiv eine gute Wahl, Zucker bei Schwangerschaftsdiabetes zu ersetzen. 

 

Xylit

Aus Holzzucker gewonnen gehört auch Xylit zu den Zuckeralkoholen. Traditionell wird er aus der Birkenrinde gewonnen, mittlerweile kann er aber auch aus Mais hergestellt werden. Er hat zwar weniger Kalorien als Zucker, allerdings auch weniger Süßkraft. Eine Besonderheit bringt er mit sich: er wirkt gegen Karies und wir daher oft in Zahnpflegekaugummis eingesetzt. 

 

Maltit

Die Basis von Maltit ist Maltose aus Stärke und ist fast so süß wie Zucker bei ungefähr der Hälfte an Kalorien. Er hat nur eine geringe Auswirkung auf den Blutzucker, kann allerdings in höheren Mengen abführend wirken. Also ist hier weniger mehr!

 

Tagatose

Tagatose kommt in Milchprodukten vor und wirkt sich nur sehr gering auf den Blutzucker aus. Auch sie kann gut zum Backen verwendet werden und hat ungefähr die doppelte Süßkraft von Haushaltszucker. Falls du es bei dir im lokalen Supermarkt nicht findest, kannst du es z.B. ganz einfach auf Amazon bestellen. (Affiliate Link)

Stevia

Dieser Süßstoff wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen und beeinflusst deinen Blutzuckerspiegel nicht. Stevia hat einen sehr eigenen Geschmack, besonders bei hoher Dosierung und kann appetitanregend wirken. Der Extrakt wird künstlich hergestellt und es gibt ihn in flüssiger, fester oder Pulverform. Stevia kannst du sogar selbst anpflanzen und die getrockneten Blätter zum Süßen verwenden. Besser geht’s doch nicht, oder?

stevia Schwangerschaftsdiabetes

Saccharin

Dieser Süßstoff wird industriell hergestellt und besitzt die höchste Süßkraft. Er eignet sich zum Backen und ist ebenso praktisch kalorienfrei. 

Weniger ist mehr

Diesen Satz kennen wir alle – und oft ist auch etwas dran. Bei Süßigkeiten und Süßungsmitteln gilt das in jedem Fall. Grundsätzlich solltest du Süßes nur ab und zu konsumieren, um eine ausgewogene und gesunde Ernährung für dich und dein Kind sicherzustellen. Am besten, du hast gar keinen süßen Vorrat zuhause. Sieh die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes doch als Chance, deine Ernährung generell umzustellen. 

Frische Beeren, ein kalter Früchtetee oder auch eine handvoll Nüsse stellen eine tolle Alternative für die süßen Gelüste bei Schwangerschaftsdiabetes dar. Ein Quark mit frischen Erdbeeren beispielsweise braucht gar keinen Zucker, um lecker zu schmecken! Und mit dem Quark zusammen sättigt dieser Snack wunderbar. Mittlerweile gibt es sogar Zartbitterschokolade ohne Zucker, die du für schokolierte Früchte nutzen kannst. Anfangs mag es eine Umgewöhnung sein, doch du tust euch damit langfristig wirklich etwas Gutes. Manchmal braucht es einfach ein wenig Kreativität, um auf neue Ideen zu kommen! Hab keine Angst, mal was ganz anderes auszuprobieren. Und mal ehrlich: ist es nicht eigentlich nur eine Frage der Gewöhnung? Nach einer Woche Verzicht auf Zucker fehlt er einem doch kaum mehr und man kann die Ausnahmen viel mehr geniessen – wie lange ein Stück Schokolade im Mund zergeht…hmmmm…

Nicht vergessen: ab und zu ist es auch bei Schwangerschaftsdiabetes völlig in Ordnung, einen Kuchen zu backen oder etwas zu naschen! Dafür gibt es einige alternative Süßungsmittel, die du nutzen kannst und die gerade bei Gebäck keinen geschmacklichen Unterschied machen! Und wenn alles nichts hilft, haben wir doch immer noch unsere Geheimwaffe: die Bewegung. Ein ausgedehnter Spaziergang hilft, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren.

 

*Dieser Artikel stellt keinesfalls eine ärztliche Beratung dar oder enthält konkrete Handlungsaufforderungen. Er gibt lediglich eine Überblick über vorhandene Süßmittel. Welche davon für dich geeignet sind, besprichst du am besten mit deinem Arzt. 

Backen ohne Mehl und Zucker – leckere Kuchenrezepte mit vielen Varianten

Mittlerweile gibt es viele tolle Möglichkeiten für leckere Kuchen und Gebäckstücke auch bei Schwangerschaftsdiabetes.

Damit du nicht selbst suchen und ausprobieren musst, haben wir ein kleines Backbuch  für dich gezaubert:

  • 5 leckere Rezepte von Streuselkuchen bis zum Brownie
  • Bonus: Ideen zu jedem Rezept, wie du leckere Alternativen daraus zauberst.
  • Bonus: wertvolle Tipps rund ums Backen mit Schwangerschaftsdiabetes.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welchen Zuckererstz bei Schwangerschaftsdiabetes?

Es eignen sich verschiedene Alternativen als Zuckerersatz. Pflanzliche Varianten wie Stevia oder Erythrit sind am gängigsten. Im o.s. Blogartikel findest du verschiedene Alternativen.

Welche Süßigkeiten kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen?

Mal ein Stück Zartbitterschokolade – wenn du das verträgst – oder zuckerfreie Schokolade. Quark mit frischen Beeren oder ein selbstgebackenes Stück Kuchen (nicht jeder Kuchen, aber solcher, der bei Schwangerschaftsdiabetes ok ist, z.B. Käsekuchen) funktionieren super als Süßigkeit.

Noch besser ist es, wenn du kleine Snacks einstecken hast, z.B. auch Nüsse, damit gar nicht erst Heißhunger oder zu viel Verlangen nach Süßem aufkommt.

 

Welches Obst kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen? Das hat doch auch Zucker...?

Beeren haben den geringsten Fruchtzuckeranteil. Diese eigenen sich also am besten zum Naschen oder Backen.

Hier ein paar Rezeptideen.

Und hier Infos zum Fruchtzucker in Obst.

Welcher Kuchen eignet sich bei Schwangerschaftsdiabetes?

Am besten wählst du einen Kuchen mit wenig Teig und mehr Creme, z.B. Käsekuchen und hier möglichst eine Variante ohne Boden und mit einer Zuckeralternative.
Im Teig steckt oft Weizenmehl und jede Menge Zucker = böse Kohlenhydrae 🙂

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DOs & DON’Ts bei Schwangerschaftsdiabetes

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Mit Schwangerschaftsdiabetes gesund durch den Winter!

Mit Schwangerschaftsdiabetes gesund durch den Winter!

Im Winter haben wir oft das Gefühl, es wird gar nicht so richtig hell. Natürlich sind die Tage kurz, aber durch dieses graue und triste Wetter kann es schonmal passieren, dass man vergisst, was es denn mit diesem gelben, leuchtenden Ball eigentlich auf sich hat. Und dann ist da noch dieser Schwangerschaftsdiabetes, die den Winter nicht gerade angenehmer macht. Im Supermarkt gibt es gefühlt nur Kohl und wässrige Tomaten, die nach nichts schmecken. Wie soll man da nur gesund bleiben?

Ohne diese nährenden Sonnenstrahlen gilt es umso mehr, sich fit zu halten und alle wichtigen Nährstoffe aufzunehmen, um nicht in einen Winterschlaf zu verfallen. In diesem Artikel findest du Tipps für deinen Alltag und unsere Top 5 Lebensmittel, damit du mit Schwangerschaftsdiabetes gesund durch den Winter kommst.*

1. Raus mit dir!

“Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!” Auch wenn dieser Satz bei fast jedem von uns nervige Kindheitserinnerungen auslöst, ist etwas Wahres dran. Bewegung tut uns nämlich gut. Sie bringt unseren Kreislauf in Schwung, stärkt das Immunsystem und hilft dabei noch, den Blutzucker zu stabilisieren. Das ist gerade bei Schwangerschaftsdiabetes enorm wichtig. Also: nichts wie raus mit dir!

Bestenfalls versuchst du, ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen und dich bei einem konstanten Tempo einzugrooven. Ach ja – es gibt auch richtige Regenjacken! Nasses Wetter ist also auch kein Grund, nicht vor die Tür zu gehen. Pack dir einfach deinen Lieblingstee in einen Becher, leg einen guten Podcast auf und du merkst gar nicht, dass du so lange an der frischen Luft warst! Und sind wir mal ganz ehrlich: danach geht es uns besser! 

2. Trinken wird unterschätzt

Du kennst doch sicher das Phänomen: ein Teil deiner Pflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse hat nach dem Winter das Zeitliche gesegnet. Klar, die sind einfach erfroren – oder? 

Die häufigste Ursache ist tatsächlich, dass sie vertrocknet sind. Oder wie oft bist du im Winter mit der Gießkanne draußen?

Und auch wir benötigen nicht nur im Sommer Flüssigkeit, sondern eben auch im Winter. So 2 Liter täglich sollten es schon sein, besser sind 3. Dazu zählen natürlich Wasser, aber auch Kräuter- und Früchtetees oder dünne Schorlen. Denn aufgrund der Schwangerschaftsdiabetes solltest du auch im Winter auf reine Fruchtsäfte verzichten. Sogar Kaffee ist übrigens- entgegen allgemein geltenden Vorurteilen – ein Flüssigkeitslieferant. Gerade im Winter ist es doch wunderbar, mit einer riesigen Kanne leckerem Tee auf dem Sofa zu sitzen und sich in eine Decke einzukuscheln! Welche Tees in der Schwangerschaft gut sind, erfährst du hier.

3. Unsere Top 5 Lebensmittel für den Winter, nicht nur bei Schwangerschaftsdiabetes

Gerade in den dunklen Monaten ist es wichtig, den Körper und das Baby mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, um auch mit Schwangerschaftsdiabetes gesund durch den Winter zu kommen. Dabei müssen es nicht immer Avocado, Orange oder Acai sein – auch vor unserer Haustüre gibt es heimisches Superfood, das voll mit wichtigen Nährstoffen ist! Auch wenn die Auswahl im Winter etwas mau erscheint, so gibt es doch immer wieder Lebensmittel, die wir gar nicht auf dem Radar haben. 5 davon haben wir dir hier zusammengestellt.

 

3.1 Der Alleskönner: Kohl

Rosenkohl

Ob Blumenkohl, Rosenkohl, Weiß- oder Rotkohl – dieses Wundergemüse ist so vielseitig und robust, dass wir es den ganzen Winter über genießen können. Kohl liefert beispielsweise viel Vitamin C (ganz besonders viel steckt in Grünkohl!) oder Kalium, außerdem versorgt er uns mit Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Und gerade in der Schwangerschaft liefert er die wichtigen Folate und Eisen. Ein echtes Superfood – ganz ohne aufregende Bowls oder hippe Smoothies.

Es gibt ihn in traditionellen Gerichten wie Krautwickel oder als Salat, aber auch asiatische Gerichte kannst du damit toll ergänzen!

3.2 Für einen konstanten Blutdruck: Rote Bete

Auch die rote Bete liefert viel Eisen und Kalium, aber auch Magnesium, Kalzium und Vitamin C. Durch ihre Inhaltsstoffe stärkt die Rote Bete das Immunsystem und wirkt sich blutdrucksenkend sowie entzündungshemmend aus. Gerade für dich als Schwangere ist sie also super gesund.

Wir mögen sie gerne klassisch gegart als Salat oder auch aus dem Ofen mit Feta und Balsamico! In meiner Schwangerschaft gehörte Rote Beete Saft fast täglich dazu, ich hatte regelrecht Heißhunger darauf.

Du hast es satt, immer wieder nach Rezeptideen suchen zu müssen? Dann hol dir unser Kochbuch für Schwangerschaftsdiabetes. Darin findest du:

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3.3 Oft unterschätzt: Meerrettich

Wenn wir an ätherische Öle denken, bringen wir das meist mit exotischen Lebensmitteln in Verbindung – nicht aber mit Meerrettich. Diese scharfe Knolle ist voll mit gesunden Senfölen, die antibakteriell wirken und den Cholesterinspiegel senken. Das ist besonders dann der Fall, wenn er frisch gerieben und direkt verzehrt wird. Er enthält aber auch sehr viel Vitamin C und B3 sowie Eisen und Kalium.

Man kann ihn als Suppe, als Soße oder für Panaden verwenden.

3.4 Superfood aus dem Wald: Heidelbeeren

Nicht gerade eine Winterbeere, aber dennoch heimisch.Und tiefgekühlt ist sie auch im Winter jederzeit verfügbar. Heidelbeeren sind zum einen durch ihre antioxidative Wirkung sehr gesund, aber auch durch ihre Nährstoffe wie Vitamin C, Folat und Eisen. In aller Regel wird diese Beere in Verbindung mit Schwangerschaftsdiabetes am besten vertragen.

3.5 Gesunde Fette: Walnüsse

Walnüsse liefern viele gesunde Fette und Nährstoffe wie Kalium und Eisen. Durch den hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren und einen dagegen geringen Anteil an Kohlenhydraten machen sie lange satt und sorgen so für einen konstanten Blutzucker.

Du kannst sie zum Beispiel geröstet im Salat oder als Kekse mit Süßungsmittel und Eischnee genießen. Auch als Snack kannst du sie immer in die Tasche packen und jederzeit unterwegs darauf zurückgreifen. So hat der fiese Heißhunger keine Chance!

4. So macht der Winter Spaß

Wir freuen uns sehr, wenn wir dir mit diesen Tipps den Winter etwas schmackhafter machen können! Denn auch mit Schwangerschaftsdiabetes kannst du dich im Winter gesund ernähren und fit halten!

Wir finden nämlich, dass der Winter nicht nur kalt, nass und dunkel ist. Er kann auch wahnsinnig gemütlich sein, wenn du nach einem langen Spaziergang mit einer Wolldecke auf dem Sofa sitzt oder dir etwas Leckeres kochst und es dir mit Kerzen schön machst.

Nimm diesen Artikel einfach als kleine Inspiration für die kalte Jahreszeit und genieße die positives Seiten. Und falls es dir doch mal an kreativen Rezeptideen fehlt: In unserem Newsletter senden wir dir in regelmäßigen Abständen saisonale Rezeptideen bei Schwangerschaftsdiabetes! 

 

*Unsere Tipps stellen keine ärztliche Empfehlung dar und gelten nicht pauschal. Bitte halte unbedingt Rücksprach mit deinem Arzt, wenn du von Gestationsdiabetes betroffen bist.

 

Snacken mit Schwangerschaftsdiabetes – völlig ok oder absolutes No-Go?

Snacken mit Schwangerschaftsdiabetes – völlig ok oder absolutes No-Go?

Unser typisches Essverhalten ist ganz klassisch bestimmt durch Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und dann sind da noch diese Zwischenmahlzeiten, Snacks, Naschereien oder wie immer man sie betiteln möchte. Für manche ist das einfach nur der Apfel zwischendurch, für andere muss das Wurstbrot herhalten und wieder andere plündern dafür die Naschkiste im Büro. Doch wie sieht es aus mit dem Snacken mit Schwangerschaftsdiabtetes?

Gerade während einer Schwangerschaft entwickeln viele Frauen ganz bestimmte Gelüste und Essgewohnheiten, denen sie auch in aller Regel nachgehen können. Richtig – in aller Regel. Mit der Diagnose ‘Schwangerschaftsdiabetes’ ist das nämlich alles andere als Ponyhof. Und genau hier liegt oft das Problem: Du bekommst eine Beratung und weißt danach auch, was Schwangerschaftsdiabetes ist. Wie du das aber im Alltag umsetzt, sagt dir keiner so richtig. Da stellst du dir dann Fragen wie: “Darf ich das jetzt essen? Was ist erlaubt? Wie viele Mahlzeiten sind gut? Darf ich snacken? Wenn ja, was?”

Dir wird gesagt, dass du Zwischenmahlzeiten einbauen sollst, du weißt aber gar nicht, welche Möglichkeiten du beim Snacken mit Schwangerschatsdiabetes hast. In diesem Artikel möchten wir dir die Angst vor Snacks nehmen, Tipps geben und haben auch ein paar leckere Rezepte für dich!

Snack: ja oder nein?

Die gute Nachricht: na klar gehen Snacks – auch mit Schwangerschaftsdiabetes! Es ist sogar in den meisten Fällen besser für deinen Blutzucker, mehrere kleinere Mahlzeiten zu dir zu nehmen. Durch eine regelmäßige Zufuhr von Nährstoffen bleibt der Blutzuckerspiegel konstanter und Schwankungen sind seltener. So beugst du auch dem fiesen Heißhunger vor!

Natürlich ist das keine vorgeschriebene Regel und von Frau zu Frau sicher sehr individuell. Entscheide das gerne nach deinen persönlichen Vorlieben und in Absprache mit deinem Arzt, wenn du dir unsicher bist.

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Was ist bei Snacken mit Schwangerschaftsdiabetes zu beachten?

Grundsätzlich gilt dasselbe wie bei den großen Hauptmahlzeiten auch: vermeide Zucker und Weißmehlprodukte, greife eher zu Beeren als zu anderem Obst, vermeide Fertigprodukte und trinke dazu möglichst viel Wasser. 

Für den Arbeitsalltag im Büro empfehlen wir dir, immer etwas mitzunehmen. Das können Nüsse, ein Joghurt oder frische Beeren sein. Denn wie in jedem Büro stehen sicher auch bei dir immer ein Kuchen, Süßigkeiten oder sonstige Kleinigkeiten herum, die nette Kollegen für das ganze Team mitgebracht haben. Damit du nicht leer ausgehst und auch nicht Gefahr läufst, doch etwas Falsches zu essen, fährst du mit dieser Grundregel sehr gut!

Auch für den Snack unterwegs lohnt es sich, gut vorbereitet zu sein. Denn was steuern wir meistens an, wenn uns unterwegs der kleine Hunger überkommt? Genau – die Bäckerei. Nimm dir also lieber immer etwas mit, falls du plötzlich hungrig wirst. Denn genau diese Schwankungen beim Blutzucker solltest du während der Schwangerschaftsdiabetes möglichst vermeiden!

 

Bäcker und Co. sind tabu – was kann ich dann bei Gestationsdiabetes zwischendurch essen?

Zugegeben – diese Diagnose ist im ersten Moment schon etwas frustrierend. Aber es ist, wie es ist. Und aus eigener Erfahrung können wir sagen: Wenn du den ersten Moment überwunden hast, siehst du sogar die positiven Aspekte. Du lernst nämlich ganz viel neue Lebensmittel kennen, beschäftigst dich automatisch mit gesünderer Ernährung und setzt dich mit dir und deinem Körper auseinander. Da bleiben immer ein paar Dinge hängen, auf die du nie wieder verzichten willst!

Wenn du zwischendurch wenig Hunger hast und wirklich nur eine Kleinigkeit möchtest, eignen sich Beeren, Nüsse oder ein Stück dunkle Schokolade, falls du das verträgst. Wenn es etwas mehr sein darf, ist ein Joghurt mit Beeren super schnell gemacht und sättigt zusätzlich durch den Joghurt. Als herzhafte Snacks eignen sich zum Beispiel ein Knäckebrot mit Frischkäse oder Rohkost mit Hummus. 

Als kleine Anregung für deinen nächsten Snack haben wir hier ein paar diabetikerfreundliche Rezepte für dich rausgesucht. Viel Spaß beim Snacken!

Chiapudding

  • 50g Chiasamen
  • 400ml Pflanzenmilch
  • 100g Joghurt
  • Zimt
  • Süßungsmittel nach Belieben, wenn nötig
  • Beeren

Zubereitung:

Die Chiasamen mit der Milch verrühren und am besten über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Dann den Zimt und den Joghurt unterrühren und mit Beeren toppen. Nach Belieben süßen, wenn nötig, aber Zimt und die Beeren geben schon einen unschlagbaren Geschmack her. 

Als Alternative kannst du die Beeren auch pürieren und als Fruchtspiegel auf den Chia-Pudding geben!

Snacken mit Schwangerschaftsdiabetes
Snacken mit Schwangerschaftsdiabetes

Pizzataler

Zutaten für 2 Pers.: 

  • 1 große Zucchini oder Aubergine
  • 1 Becher saure Sahne
  • 200g Kochschinken
  • 4 Champignons
  • 1 Paprika
  • ½ Zwiebel
  • 100g Reibekäse
  • 1TL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Oregano

Zubereitung:

Die Zucchini oder Aubergine halbieren und längs in Scheiben schneiden. Mit Salz bestreuen und zur Seite stellen.

Die Paprika, den Schinken, die Zwiebel und die Pilze klein schneiden und mit der sauren Sahne, dem Tomatenmark, den Gewürzen und der Hälfte vom Käse mischen. 

Das Wasser von den Gemüsescheiben mit einem Küchentuch mit leichtem Druck abtupfen, die Masse darauf verteilen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Dann für ca. 20 Minuten bei 180°C im Ofen überbacken! 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was darf ich bei Schwangerschaftsdiabetes naschen?

Ein Quark mit Beeren ist ein toller Snack, aber auch selbstgebackerner Käsekuchen oder zuckerfreie Schokolade eignen sich zum Naschen. Eine handvoll Nüsse stillt ebenfalls den Heißhunger und ist dazu noch sehr gesund. Davon kannst du immer ein paar in der Handtasche dabei haben.

Welche Schokolade kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen?

Hier gilt „Je weniger Zucker sie enthält, desto besser!“ Viele Frauen vertragen Zartbitterschokolade, aber es gibt mittlerweile auch leckere zuckerfreie Varianten.

Welchen Zucker kann ich bei Schwangerschaftsdiabetes nehmen?

Herkömmlicher Zucker sollte möglichst vermieden werden. Ersetze ihn lieber durch ein Süßmittel deiner Wahl, dann mußt du nicht ganz auf Süße verzichten.
Achtung: auch Obst hat viel Fruchtzucker. Manchmal wird Zucker durch reife Bananen ersetzt (z.B. beim Backen), aber das ist für dich leider auch ein No-Go.

Welchen Kuchen darf ich bei Schwangerschaftsdiabetes essen?

Wähle am besten einen Kuchen mit wenig Teig aus, zum Beispiel Käsekuchen. Wenn du selbst bäckst, versuche auch darauf zu achten, den Teig möglichst dünn zu halten und den Zucker zu erstetzen.

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